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Geplante Landesausstellung 2024 in Landsberg abgesagt | BR24

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Die für das Jahr 2024 in Landsberg am Lech geplante Bayerische Landesausstellung mit dem Titel "Bayerische Räuber" wurde abgesagt. Wegen Corona kann nicht garantiert werden, dass das sanierungsbedürftige Stadtmuseum bis dahin renoviert werden kann.

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Geplante Landesausstellung 2024 in Landsberg abgesagt

"Räuber und Banditen" sollte die Bayerische Landesausstellung heißen, die 2024 in Landsberg am Lech stattfinden sollte. Doch die ist nun abgesagt worden. Wegen der Corona-Krise ist nicht klar, ob das Stadtmuseum rechtzeitig saniert werden kann.

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Die für das Jahr 2024 in Landsberg am Lech geplante Bayerische Landesausstellung mit dem Titel "Räuber und Banditen" wird nicht stattfinden. Das hat Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) am Vormittag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte (HDBG), Dr. Richard Loibl, bekanntgegeben. Die entsprechenden Planungen würden ausgesetzt, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Stadt.

Renovierung des Jesuitengymnasiums bis 2024 fraglich

"Vor dem Hintergrund der Corona-Krise" könne man nicht garantieren, das sanierungsbedürftige Stadtmuseum bis 2024 für die Landesausstellung wieder in Schuss zu kriegen. Das Haus sollte Haupt-Ausstellungsort für "Räuber und Banditen" werden.

Bereits vor Beginn der Corona-Pandemie hatte der Zeitplan für die Renovierung des ehemaligen Jesuitengymnasiums aus dem 17. Jahrhundert bis 2024 als ambitioniert gegolten. Eine fristgerechte Übergabe des Ausstellungsortes sei jedoch "zwingende Voraussetzung" zur Durchführung einer Landesausstellung, sagte Loibl. Diese Planungssicherheit kann Landsberg nicht garantieren.

Landesausstellung ist finanzieller Kraftakt

Die Sanierung wäre auch finanziell ein Kraftakt für die Stadt gewesen. Angesichts des knappen Zeitplans hätten die Kosten nun weiter in die Höhe schießen können, sagte Baumgartl. In Zeiten wegbrechender Steuereinnahmen müsse man jedoch "mit dem Geld der Bürger verantwortungsvoll umgehen".

Es gibt dennoch Hoffnung, zu einem späteren Zeitpunkt eine Landesausstellung in Landsberg auszurichten. Man werde das Thema "Räuber und Banditen" vorerst nicht anderweitig vergeben, sagte HDBG-Direktor Loibl, da es gut zu Landsberg mit seiner historischen Justizvollzugsanstalt passe.

Landsberg wird sich wieder bewerben

Bis 2025 sind bereits alle Landesausstellungen geplant, für die Jahre ab 2026 wäre eine erneute Bewerbung Landsbergs möglich. Bürgermeisterin Baumgartl, die das Stadtmuseum unabhängig von der Absage der Landesausstellung schnellstmöglich sanieren will, kündigte bereits einen neuen Anlauf an.

"Das wird die Stadt Landsberg sicher ins Auge fassen. Ich bin dem Haus der Bayerischen Geschichte sehr dankbar dafür, dass sie uns das Thema erhalten haben. Eine Landesausstellung zu haben, ist ein Highlight, eine Auszeichnung, und wir werden uns mit Sicherheit wieder darum bewerben", sagte sie dem BR. Für die Landesausstellung im Jahr 2024 werde das Wissenschaftsministerium laut Dr. Richard Loibl in den "nächsten zwei bis drei Wochen" einen neuen Ausstellungsort bekannt geben.

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"Räuber und Banditen" sollte die Bayerische Landesausstellung heißen, die 2024 in Landsberg am Lech stattfinden sollte. Doch die ist nun abgesagt worden. Wegen der Corona-Krise ist nicht klar, ob das Stadtmuseum rechtzeitig saniert werden kann.

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