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So verabschiedete sich die Öffentlichkeit von Georg Ratzinger | BR24

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Bildrechte: Michelle Balzer/BR

Der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. wurde in der Stiftskirche St. Johann direkt neben dem Dom aufgebahrt. Die Regensburger konnten sich so persönlich von ihrem früheren Domkapellmeister verabschieden.

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So verabschiedete sich die Öffentlichkeit von Georg Ratzinger

Der Tod des Papst-Bruders Georg Ratzinger sorgte in Regensburg für rege Anteilnahme. Noch am späten Nachmittag warteten rund 40 Leute vor der Stiftskirche St. Johann, um von dem einstigen Domkapellmeister Abschied zu nehmen.

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Zahlreiche Menschen haben in Regensburg Abschied von Georg Ratzinger genommen. In der Stiftskirche St. Johann neben dem Dom gedachten sie des Domkapellmeisters, der vergangenen Mittwoch im Alter von 96 Jahren gestorben war. Der ältere Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. hatte von 1964 bis 1994 die Regensburger Domspatzen geleitet. So kamen am Dienstag auch einige ehemalige Chorsänger an den mit weißen Rosen und orangefarbenen Gerbera geschmückten Sarg.

Rege Anteilnahme

Bereits vor der offiziellen Öffnung der Stiftskirche um 10 Uhr trauten sich die ersten Besucher hinein. Anschließend hielten sich rund zwei Dutzend Besucher im Inneren auf, ebenso viele warteten draußen darauf, eingelassen zu werden. Und auch kurz vor der Schließung um 18 Uhr warteten rund 40 Leute vor der Stiftskirche St. Johann, um von dem einstigen Domkapellmeister Abschied zu nehmen.

Online-Kondolenzbuch: Einträge aus aller Welt

Der mit Blumen geschmückte Sarg von Georg Ratzinger stand vor dem Altar der Stiftskirche, flankiert von Kerzen. Es lag ein Kondolenzbuch aus, in dem die Menschen ihre Gedanken zum Tod Ratzingers niederschreiben konnten. Auf der Internetseite des Bistums findet sich auch ein Online-Kondolenzbuch, in dem sich schon Menschen aus aller Welt eintrugen.

Besucher erhielten Sterbebild

Die Trauernden erhielten ein Sterbebild, das ein Porträt Ratzingers zeigte und kurz seinen Werdegang zusammenfasste. Kaum ein anderes Werk stehe für das Wirken Ratzingers als Domkapellmeister wie das Stück "Denn er hat seinen Engeln befohlen" von Felix Mendelssohn Bartholdy nach Psalm 91, hieß es auf der Rückseite des Kärtchens. Es ist das letzte Werk, das Ratzinger bei seinem Abschied von den Domspatzen 1994 im Regensburger Dom dirigierte.

Requiem am Mittwoch voll besetzt

Für das Pontifikalrequiem am Mittwoch um 10 Uhr im Regensburger Dom, das von Bischof Rudolf Voderholzer zelebriert wird, mussten sich Interessenten vorab anmelden. Mittlerweile sind alle 200 Plätze vergeben. Das Requiem wird auf der Homepage des Bistums live im Internet übertragen. Anschließend folgt die Beisetzung auf dem Unteren Katholischen Friedhof im Stiftungsgrab der Regensburger Domspatzen.

Emeritierter Papst wird nicht erwartet

Nach Bistumsangaben sind Grußworte von Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein sowie von Domspatzen-Leiter Christian Heiß - dem Nach-Nachfolger Ratzingers - vorgesehen. Angekündigt sind auch Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising, sowie der frühere Bischof von Regensburg, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Der frühere Papst Benedikt wird bei der Trauerfeier nicht erwartet. Er hatte seinen Bruder vor knapp drei Wochen überraschend am Krankenbett besucht.

© Uwe Moosburger/Bistum Regensburg

Georg Ratzinger wurde in der Stiftskirche St. Johann aufgebahrt. Die Regensburger konnten sich so persönlich von ihm verabschieden.

© Uwe Moosburger/Bistum Regensburg

Auch lag ein Kondolenzbuch aus, in dem die Menschen ihre Gedanken zum Tod Ratzingers niederschreiben konnten.

© Uwe Moosburger/Bistum Regensburg

Der Tod des Papst-Bruders Georg Ratzinger sorgte in Regensburg für rege Anteilnahme.

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