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Das Viadukt bei Stetten musste weichen: Die neuen elektrischen Oberleitungen benötigen mehr Platz.
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Anna Klein
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Das Viadukt bei Stetten musste weichen: Die neuen elektrischen Oberleitungen benötigen mehr Platz.

In dreieinhalb Stunden von München nach Zürich, das soll ab 2020 möglich sein: Im Allgäu werden deshalb aktuell einzelne Bahnstreckenabschnitte modernisiert, weil diese immer noch nicht elektrifiziert waren – moderne Züge konnten dort nicht fahren.

Baurecht für die gesamte Strecke erteilt

Jetzt liegt für die kompletten 155 Kilometer zwischen Geltendorf und Lindau Baurecht vor, offen gewesen war noch eine Genehmigung der zehn Kilometer langen Strecke südlich von Kißlegg bis nach Wangen im Allgäu. Die hat das Eisenbahnbundesamt am Samstag erteilt.

Bahnfahrer müssen Sperrungen und SEV in Kauf nehmen

Gebaut wird an den Allgäuer Schienen seit 2018: Für die neuen Oberleitungen braucht es mehr Platz auf den Gleisen, und damit auch neue Bahnübergänge und Straßenbrücken. Bahnfahrer mussten regelmäßig gesperrte Streckenabschnitte und Schienenersatzverkehr mit dem Bus in Kauf nehmen. Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart betonte, dass jetzt die Einhaltung des Bau- und Betriebsplans der Strecke wichtig sei, immerhin soll die Strecke schon in 20 Monaten in Betrieb gehen.

Umweltfreundlichere Züge im Allgäu

Bis 2020 soll die Strecke komplett elektrifiziert sein, damit dann neben umweltfreundlichen, elektrischen Zügen auch die internationalen Fernverkehrszüge über das Allgäu fahren können.