Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Gemünden: Gedenkstein erinnert an Johann Michael Herberich | BR24

© Klaus Rüfer/BR-Mainfranken

In Gemünden ist ein Gedenkstein für Johann Michael Herberich, den Gründer der ersten Behinderteneinrichtung in Unterfranken enthüllt worden. Herberich eröffnete 1882 das St. Josefshaus als Einrichtung für Kinder mit einer geistigen Behinderung.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Gemünden: Gedenkstein erinnert an Johann Michael Herberich

In Gemünden ist ein Gedenkstein für Johann Michael Herberich, den Gründer der ersten Behinderteneinrichtung in Unterfranken, enthüllt worden. Herberich eröffnete 1882 das St. Josefshaus als Einrichtung für Kinder mit einer geistigen Behinderung.

Per Mail sharen

In den rund 2,50 Meter großen Bundsandstein hat der Wernfelder Steinmetz Hans Dittmeier das Gesicht von Johann Michael Herberich eingemeißelt. Herberich gilt noch heute als Pionier der heute propagierten Inklusion. Die Enthüllung fand im Beisein von Tina Felten, der Ururenkelin von Herberich, statt. Das Monument steht nun in der "Johann-Michael-Herberich-Allee" in Gemünden.

Herrenhaus einer alten Glashütte umfunktioniert

Der gebürtige Stadtprozeltener Lehrer Michael Herberich gründete 1882 das St. Josefshaus in Gemünden als Einrichtung für Kinder mit einer geistigen Behinderung. Er nutzte dafür das Herrenhaus einer ehemaligen Glashütte am Kleingemündener Waldrand. Die Einrichtung führte er bis 1920 in fortschrittlicher Weise. Das St. Josefshaus bestand bis 8. November 1940. Dann kam es zur Zwangsschließung der Einrichtung durch die Nationalsozialisten.

St. Josefshaus beherbergte insgesamt 1.300 Kinder

Während der 58 Jahre des Betriebs betreuten über 200 Schwestern rund 1.300 Kinder. Ein Teil des ehemaligen St. Josefshauses gehört heute zum Gesundheitszentrum Main-Spessart, dessen Verwaltung dort untergebracht ist. Die alte Kapelle besteht noch.