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München: Der Verkehr staut sich auf dem Mittleren Ring auf Höhe des Isarrings.
© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

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Birgit Grundner
Christoph Müller
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München: Der Verkehr staut sich auf dem Mittleren Ring auf Höhe des Isarrings.

Die Münchner Umweltorganisation Green-City begrüßt die gestern vom Münchner Stadtrat beschlossene Verkehrswende. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung, so Geschäftsführer Martin Glöckner zum BR.

Die Stadt will künftig verstärkt auf umweltfreundliche Mobilitätsformen statt auf den Autoverkehr setzen. Zudem sollen öffentliche Flächen zugunsten von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fußgängern und Radlern neu aufgeteilt werden.

Klöckner sagte, er hätte sich gewünscht, dass der Stadtrat konkrete Konzepte beschlossen hätte. Schon 2006 hätte der Stadtrat sich zugunsten des ÖPNV ausgesprochen, passiert sei aber wenig. Jetzt hoffe er, dass die Verkehrswende so schnell wie möglich konkrete Formen annehme.

Mobil für Deutschland: Radverkehr ist das Problem

Ganz anders reagierte Michael Haberland vom Münchner Verein "Mobil für Deutschland". Er spricht von einem Schritt "in die falsche Richtung". Der Radverkehr sei nicht die Lösung, sondern das Problem, so Haberland.

Er fordert, den ÖPNV auszubauen und vor allem Straßen leistungsfähiger zu machen. Der Mittelstand, Handwerker und Pendler bräuchten einen leistungsfähigeren Mittleren Ring und einen ausgebauten Autobahnring.

Der Verkehrsträger Nummer eins sei nach wie vor das Auto. Wenn man in München versuche, den Autoverkehr noch weiter auszubremsen, würde der Verkehr kollabieren, so Haberland zum BR.