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Gemeindepartnerschaft der ehemaligen Rebellendörfer | BR24

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Unterammergau (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) und Ermershausen (Lkr. Haßberge): Zwei Dörfer, die sich gegen die Anbindung an den Nachbarort sträubten. Nun haben die beiden Rebellen zusammengefunden - zur ersten Partnerschaft zweier Gemeinden in Bayern.

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Gemeindepartnerschaft der ehemaligen Rebellendörfer

Unterammergau (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) und Ermershausen (Lkr. Haßberge): Zwei Dörfer, die sich gegen die Anbindung an den Nachbarort sträubten. Nun haben die beiden Rebellen zusammengefunden – zur ersten Partnerschaft zweier Gemeinden in Bayern.

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Ermershausen im Landkreis Haßberge hat nun eine neue Partnergemeinde. Den Ort und das gleichgesinnte Unterammergau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen verbindet eine gemeinsame Geschichte. Beide sind Rebellendörfer, die gegen eine ungeliebte Eingemeindung kämpften.

Erste Partnerschaft zweier bayerischer Gemeinden

Dieser Kampf hat sie nun zusammengebracht: Am Samstagabend besiegelten die Vertreter der Gemeinden ihre Partnerschaft offiziell in Gegenwart der jeweiligen Landräte. Damit ging ein langjähriger Wunsch des Bürgermeisters von Ermershausen Günther Pfeiffer in Erfüllung.

Laut Auskunft des Bayerischen Gemeindetages ist es die erste Partnerschaft zweier Gemeinden in Bayern. Partnerschaften bestanden bisher nur mit Gemeinden im Ausland oder in den neuen Bundesländern.

Jugendliche regten den Austausch an

40 Jahre ist es her, dass sich Jugendliche aus beiden Kommunen beim gemeinsamen Kampf gegen die ungeliebte Eingemeindung näher kamen: die evangelische Landjugend von Ermershausen sowie die katholische Landjugend von Ermershausen. Seither besteht Bürgermeister Pfeiffer (Freie Wähler) zufolge ein reger Austausch zwischen den beiden Kommunen, der nunmehr schon in der dritten Generation von Jugendlichen weiter getragen werde - unabhängig davon, dass beide Gemeinden inzwischen wieder selbständig sind.

Unterammergau konnte die Verbindung mit Oberammergau bereits 1980 lösen, die "Zwangsheirat" von Ermershausen mit Maroldsweisach wurde erst 1994 rückgängig gemacht.