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Symbolbild: Eine Hochspannungsleitung

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    Gemeinden wollen mehr Einfluss auf Stromnetz

    Mit dem Jahreswechsel haben zwei Gemeinden im Landkreis Freising ihre Stromnetze wieder in die eigene Hand genommen. Weitere planen einen solchen Schritt in den kommenden Monaten. Von Lorenz Storch

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    Neufahrn und Eching haben den Schritt schon vollzogen. Dazustoßen wollen auch die Münchner Umlandgemeinden Gauting, Krailling und Planegg.

    Das Modell

    Die Gemeinden haben ein Modell gewählt, das eine Art eierlegende Wollmilchsau sein soll. Das Ziel: Mehr Einfluss auf das Stromnetz in der eigenen Gemeinde bekommen, an den Erträgen mit verdienen - aber nicht gleich selbst zum Netzbetreiber werden müssen. Erreicht wird das mit einem öffentlich-privaten Mischunternehmen: 51 Prozent gehören der Kommune, der bisherige Platzhirsch, die E.on-Tochter Bayernwerk, muss sich mit einer Minderheitsbeteiligung begnügen.

    Trotzdem besorgt der Konzern weiter den konkreten Betrieb des Netzes, und pachtet es dazu zurück. In Neufahrn und Eching ist dieses Modell bereits in Kraft. Die Würmtalgemeinden Krailling, Gauting und Planegg haben erstmal die Konzession für das Bayernwerk verlängert - sich aber per Vertrag das Recht auf eine Mehrheitsbeteiligung an ihrem Stromnetz sichern lassen. Die Option kann bereits in den kommenden Monaten gezogen werden kann.