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Geldbeutelwaschen: Regensburg beendet Faschingssaison | BR24

© BR/Petra Seiler

Mit dem traditionellen Geldbeutelwaschen in der Donau hat die Regensburger Faschingsgesellschaft Narragonia die Faschingssaison beendet

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    Geldbeutelwaschen: Regensburg beendet Faschingssaison

    Die Karnevalsgesellschaft Narragonia Regensburg hat für dieses Jahr ihre Faschingssaison beendet - und das mit dem traditionellen Geldbeutelwaschen in der Donau. Das Spektakel findet jedes Jahr bei der Historischen Wurstkuchl statt.

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    Die Regensburger Faschingsgesellschaft Narragonia hat mit dem traditionellen Geldbeutelwaschen den Fasching am Aschermittwoch "zu Grabe getragen". Pünktlich um 11.11 Uhr ging das Spektakel vor der Historschen Wurstkuchel über die Bühne.

    Jahrzehntelanger Brauch in Regensburg

    Zuerst erklangen die Fürbitten zum Faschingsende: Ein "katerfreier Aschermittwoch" und eine "gute Presse" waren hier die lautesten Wünsche. Dann griffen Vertreter der Narragonia Regensburg und Stadtrat Thomas Burger, der in Vertretung des derzeit suspendierten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs erschien, zur Angel und tauchen die Geldbeutel in die Donau. Man wäscht die nach Karneval leeren Beutel und hofft, dass danach die Geldbeutel auch in diesem Jahr gut gefüllt sein mögen - das ist in Regensburg schon seit einigen Jahrzehnten so Brauch, sagt der Faschingspräsident der Narragonia, Erich Lichtl.

    Das Geldbeutelwaschen gehe auf alte Faschingsbräuche zurück, die in einigen Städten bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. In Regensburg werde das Ritual etwa seit den 50er-Jahren praktiziert. Man taucht den leeren Geldbeutel unter und zeigt so seine "miese Kassenlage" an. Den offiziellen Stadtsäckel hatte Burger allerdings nicht mit dabei zum "tunken". Der sei auch ohne Donauwasser - dank der Produktivität der Regensburger Bürger - gut genug gefüllt, verriet er. Dennoch hofft er wieder auf ein gutes Jahr - so wie das Vergangene.

    "Es ging weiter bergauf, da können wir uns nicht beschweren. Deshalb bin ich heute wieder gekommen, dass es auch dieses Jahr genau so positiv weitergeht." Thomas Burger

    © BR/Petra Seiler

    Gruppenfoto: Die Faschingsgesellschaft Narragonia vor der Historischen Wurstkuchel

    Nach dem Fasching ist vor dem Fasching

    Das Geldbeutelwaschen steht also für die Vergänglichkeit und ist zugleich ein Nachruf auf die närrischen Tage. Die Narragonia Regensburg schließt mit diesem Ritual eine gut gelaufene Karnevalssaison ab, sagte Lichtl,

    "Für die Narragonia war die Saison hervorragend. Unsere Veranstaltungen waren gut besucht und sind sehr gut angenommen worden. Auch die neue Karnevals-Prunksitzung in Barbing war ein Volltreffer." Erich Lichtl

    Er verriet heute schon, dass es nächstes Jahr in Regensburg einen Faschingsumzug geben werde. Der soll sich am 16. Februar durch die Straßen schlängeln.