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Das Fluchtfahrzeug der Geldautomatensprenger, in Windschutzscheibe und Motorhaube sind Einschusslöcher zu sehen.

Bildrechte: BR/Henning Pfeifer
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Geldautomaten-Sprengung in Germering: Prozess beginnt

Sie wollten den Geldautomaten einer Bank in Germering sprengen. Doch die Polizei kam den Tätern zuvor. Ein mutmaßliches Bandenmitglied steht heute in München vor Gericht: Ein 28-jähriger Niederländer.

Von
Moritz M. SteinbacherMoritz M. SteinbacherMatthias LauerMatthias Lauer
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Vor dem Landgericht München muss sich ab heute ein 28-jähriger Niederländer wegen versuchten schweren Bandendiebstahls verantworten.

Polizei greift vor Sprengung zu

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im Oktober 2018 die Sprengung eines Geldautomaten einer Bankfiliale in Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck) vorbereitet zu haben. Kurz bevor die Explosion ausgelöst wurde, griff ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei zu und verhinderte so die Sprengung.

30 Schüsse fallen - vier Verletzte

Der Fall erregte Aufsehen, weil die Täter versuchten, die SEK-Fahrzeuge mit ihrem hochmotorisierten Fluchtfahrzeug zur Seite zu schieben, um zu flüchten. Daraufhin gab die Polizei laut Staatsanwaltschaft insgesamt 30 Schüsse ab. Bei dem Einsatz erlitt ein Tatverdächtiger eine Schusswunde, drei Beamte des SEK wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft ebenfalls verletzt.

Polizei suchte zwei Jahre lang nach Tatverdächtigem

Während seine Komplizen festgenommen wurden, konnte der Angeklagte laut den Ermittlern zu Fuß flüchten. Er wurde jedoch rund zwei Jahre nach der Tat in den Niederlanden festgenommen. Dem 28-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, Teil einer niederländischen Bande zu sein, die im Raum München, Starnberg und Erding eine Vielzahl von Geldautomaten gesprengt bzw. potenzielle Banken ausgespäht haben soll.

Wohnungen in Oberbayern gemietet - Autos gestohlen

Bei ihren Taten sollen die Männer hochprofessionell vorgegangen sein. So haben sie nach Ansicht der Ermittler in Poing im Landkreis Ebersberg und Gilching im Landkreis Starnberg Wohnungen angemietet. Um nach den Geldautomaten-Sprengungen rasch fliehen zu können, haben sie nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft vor ihren Taten hochmotorisierte Autos geklaut. Für den Prozess sind neun Verhandlungstage angesetzt.

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