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Gelähmt nach Skiunfall: Kläger fordert 600.000 Euro von Bergbahn | BR24

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Nach einem Skiunfall ist der Mann vom Hals abwärts gelähmt. Jetzt will er von der Bergbahn am Oberjoch 600.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz. Nach einer Ablehnung in erster Instanz verhandelt das Oberlandesgericht in Augsburg.

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Gelähmt nach Skiunfall: Kläger fordert 600.000 Euro von Bergbahn

Nach einem Skiunfall ist ein Mann vom Hals abwärts gelähmt. Jetzt will er von der Bergbahn am Oberjoch 600.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz. Nach einer Ablehnung in erster Instanz verhandelt das Oberlandesgericht in Augsburg.

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Im Winter 2014 war der Mann mit seinen beiden Söhnen am Oberjoch beim Skifahren. Die Kinder waren dabei über eine Schanze gefahren und in das Kissen dahinter gesprungen, ihr Vater wollte den Sprung ebenfalls wagen – und zwar mit einem Rückwärtssalto. Nach Rücksprache mit dem Personal vor Ort habe er sich diesen zugetraut.

Nach Salto auf dem Kopf gelandet

Dabei schaffte der Mann allerdings keine komplette Rückwärtsdrehung und landete mit dem Kopf voraus im Sprungkissen. Die Folge: eine lebensgefährliche Verletzung. Der Skifahrer musste mit gebrochener Wirbelsäule ins Krankenhaus gebracht werden. Dort erfuhr der Mann, dass er vom Hals abwärts gelähmt ist. Lediglich den linken Arm kann er noch einige Zentimeter bewegen.

Kläger fordert Schmerzensgeld und Schadensersatz

Fünf Jahre später fordert er vom Betreiber der Skischanze Schmerzensgeld und Schadensersatz. Dabei führt er verschiedene Argumente auf: So habe es kein Schild gegeben, das auf die Risiken des Sprungs aufmerksam gemacht hätte. Der erste Prozess vor dem Landgericht Kempten hat aber ergeben, dass ein solches Schild nachweislich an der Skisprunganlage gestanden hat.

Erste Instanz lehnt Forderungen ab

Daneben sagte der Kläger, dass das Sprungkissen nicht die richtige Neigung gehabt hätte und seine Verletzungen deshalb so schwer ausgefallen waren, weil der Winkel nicht gepasst hätte. Auch hier war das Landgericht seiner Argumentation nicht gefolgt.

Insgesamt 600.000 Euro gefordert

Für den gelähmten Mann geht es um viel Geld: 80.000 Euro Schadensersatz, rund 20.000 Euro für die Pflegekosten und Schmerzensgeld in Höhe von 500.000 Euro. Außerdem soll die Bergbahn ihm auch noch eine Rente bezahlen.