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Geiselnahme in Mainkofen: Patient entschuldigt sich für Tat | BR24

© BR/Sarah Beham

Im Januar diesen Jahres nahm ein Patient eine andere Patientin als Geisel - es gab ein Großaufgebot an Einsatzkräften, darunter auch das SEK.

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Geiselnahme in Mainkofen: Patient entschuldigt sich für Tat

Bei einer Geiselnahme im Bezirkskrankenhaus Mainkofen soll ein Patient eine Mitpatientin mit einem Messer bedroht haben. Seit heute steht der Mann vor Gericht - er hat sich bei allen Beteiligten entschuldigt. Das Urteil könnte noch heute fallen.

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Wegen einer Geiselnahme muss sich seit dem Vormittag ein 41 Jahre alter Mann vor der Ersten Strafkammer des Landgerichts Deggendorf verantworten. Er soll im Januar im Bezirkskrankenhaus Mainkofen eine Mitpatientin als Geisel genommen und so versucht haben, seine Entlassung aus der Klinik zu erzwingen.

Angeklagter entschuldigt sich bei allen Beteiligten

Der aus Österreich stammende Mann hat sich gleich zu Prozessbeginn bei allen Beteiligten entschuldigt - vor allem bei der Mitpatientin, die der Angeklagte als Geisel genommen hatte.

Geisel als menschlicher Schutzschild benutzt

Die Vorwürfe der Staatsanwältin wiegen schwer: Stundenlang soll der heute 41 Jahre alte Mann die Mitpatientin mit zwei Messern in seiner Gewalt gehabt und bedroht haben. Mit ihr als menschlicher Schutzschild wollte er die Klinik verlassen. Doch eine Spezialeinheit der Polizei konnte den Mann überwältigen und die Geisel befreien.

Patient schuldunfähig

Laut Gutachter leidet der angeklagte gelernte Kraftfahrer an einer psychischen Störung mit Symptomen einer Schizophrenie. Weil er laut Ermittlungen im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt hat, will die Staatsanwaltschaft, dass der Angeklagte zum Schutz der Allgemeinheit dauerhaft in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik untergebracht wird. Die Entscheidung des Gerichts könnte noch heute fallen.