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Geheimnis gelüftet: Emelie ist Prinzessin beim Chinesenfasching | BR24

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Nun ist es raus: Emelie Leopold ist die erste Drachenprinzessin beim Dietfurter Chinesenfasching. Die Zwölfjährige wurde beim traditionellen Gaudiwurm am Unsinnigen Donnerstag offiziell vorgestellt.

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Geheimnis gelüftet: Emelie ist Prinzessin beim Chinesenfasching

Nun ist es raus: Emelie Leopold ist die erste Drachenprinzessin beim Dietfurter Chinesenfasching. Die 12-Jährige wurde beim traditionellen Gaudiwurm am Unsinnigen Donnerstag offiziell vorgestellt.

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Erstmals in der Geschichte des Chinesenfaschings hat eine Prinzessin am Unsinnigen Donnerstag den Faschingszug in Dietfurt angeführt. Bisher wurde ein großes Geheimnis um die mysteriöse Drachenprinzessin gemacht. Jetzt trat sie erstmals an die Öffentlichkeit.

Nur Familie wusste Bescheid

Die zwölfjährige Dietfurterin Emelie Leopold saß auf dem Drachenwagen und sprach zu den bayerischen Chinesen. Bis auf Emelies Familie durfte bis dahin niemand davon erfahren, dass die Zwölfjährige in diesem Jahr den Faschingszug anführen und damit den fehlenden Kaiser ersetzen wird.

Prinzessin soll bei Kaisersuche helfen

Die Drachenprinzessin ist aber nicht nur Anführerin des Faschingszugs, sondern hat eine wichtige Aufgabe für die kommende Faschingssaison: Sie soll die Dietfurter als "mystische Seherin" bei der Suche nach einem neuen Kaiser unterstützen. Der bisherige Kaiser "Fu-Gao-Di" trat im vergangenen Jahr nach drei Jahren Amtszeit zurück. Trotz intensiver Suche fand sich seitdem kein neuer Anführer.

Dietfurts Bayrische Chinesen

Der Dietfurter Chinesenfasching, bei dem sich das Städtchen Dietfurt an der Altmühl jedes Jahr am Unsinnigen Donnerstag von den frühen Morgenstunden bis in die Nacht hinein in ein buntes "Bayrisch-China-Reich" verwandelt, spielt auf eine alte Anekdote an, so ein Sprecher der Stadt. Der Bischof von Eichstätt schickte einst seinen Kämmerer nach Dietfurt, damit er dort nach dem Rechten sehe und die Steuern eintreibe. Die Dietfurter ließen ihn nicht durch die Stadttore - und der Kämmerer berichtete dem Bischof verärgert, die Dietfurter verschanzten sich "wie die Chinesen hinter ihrer Mauer".

Im Jahr 1928 verkleideten sich dann die Musiker der Stadtkapelle Dietfurt im Fasching erstmals als Chinesen, 1954 folgte das "Kaisertum" in der heutigen Form. Der traditionelle Ruf der Dietfurter ist "Kille Wau".

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Der Gaudiwurm des Dietfurter Chinesenfaschings schlängelt sich durch die Innenstadt - hier mit einem chinesischen Schiff.

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Für die Dietfurter ist ihr "Bayerisch-China" jedes Jahr am Unsinnigen Donnerstag im Ausnahmezustand.

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Ohne Kostüm geht nix am Dietfurter Chinesenfasching.

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Aber es muss nicht immer chinesisch sein, auch andere Kostümideen sind erlaubt beim Chinesenfasching.

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Bürgermeisterin Carolin Braun mit ihren Ehrengästen aus China.

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Jedes Jahr nehmen auch immer viele Fußgruppen am Faschingstreiben teil - natürlich in chinesischer Aufmachung.

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Emelie Leopold vor dem Drachenwagen beim Dietfurter Chinesenfasching.

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