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Gegner des Südostlinks protestieren bei Antragskonferenz in Selb | BR24

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Rund 25 Stromtrassen-Gegner haben bereits vor Beginn der Antragskonferenz der Bundesnetzagentur demonstriert. Dazu kamen sie mit Traktoren, Baggern und Bannern nach Selb.

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Gegner des Südostlinks protestieren bei Antragskonferenz in Selb

Rund 25 Stromtrassen-Gegner haben bereits vor Beginn der Antragskonferenz der Bundesnetzagentur demonstriert. Dazu kamen sie mit Traktoren, Baggern und Bannern nach Selb.

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Schon vor Beginn der Antragskonferenz der Bundesnetzagentur in Selb haben etwa 25 Personen gegen die geplante Stromtrasse protestiert. Dazu hatten sie Banner an Traktoren und Bagger angebracht. "Wir fordern die Energiewende nachhaltig umzusetzen (…), das heißt Strom dort zu erzeugen, wo er gebraucht wird und eine intelligente Vernetzung: Stichwort Smart Grid", so Jörg Marth von der Bürgerinitiative "Seußen wehrt sich" am Dienstagmorgen (11.02.20) in Selb. Zudem betonte Marth, dass seiner Meinung nach der Ausbau und die Förderung von Speichertechnologien für Strom im Mittelpunkt stehen sollten, nicht neue Trassen.

Öffentliche Einwände werden geprüft

Die Bundesnetzagentur stellte in Selb den beabsichtigten Verlauf der Stromtrasse im Abschnitt C1 zwischen Münchenreuth im Landkreis Hof und Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel vor. Bürger, Gemeinden und Verbände haben derzeit die Möglichkeit ihre Belange in Bezug auf den Verlauf der Trasse vorzutragen. Die Antragskonferenz ist der Auftakt zum Planfeststellungsverfahren. Nach der Antragskonferenz werden alle eingebrachten Anliegen durch den Stromnetzbetreiber Tennet geprüft.

"Wir werden auf die Eigentümer zugehen und die Trassierung diskutieren.“ Carolin Kürth, Projektsprecherin von Tennet.

Das Gesetz bietet Bürgern nach der Antragskonferenz noch einmal die Möglichkeit, Einwände gegen die Stromtrasse schriftlich an die Bundesnetzagentur zu richten. Erst nachdem auch diese bei einem Erörterungstermin diskutiert wurden, kann die Agentur den Verlauf der Trasse endgültig festlegen. Die konkrete Trasse soll laut Tennet im Jahr 2021 feststehen. Im Jahr 2025 soll die Erdverkabelung schließlich in Betrieb gehen.

Verlauf der Gleichstromtrasse

Der Südostlink soll quer durch Oberfranken, die Oberpfalz und Niederbayern führen und ab 2025 als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Ostdeutschlands mit Bayern verbinden, so heißt es von Tennet, dem Netzausbauer. Die Verbindung wird in Wolmirstedt bei Magdeburg beginnen; Endpunkt ist der Bereich am Kernkraftwerk Isar bei Landshut.