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Der Haupteingang vom Klinikum Passau

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    Gegen Personalnot: Verdi ruft in Krankenhäusern zum Protest auf

    Mit Protest-Aktionen will die Gewerkschaft Verdi auch in Niederbayern auf "Missstände in der Gesundheitsversorgung" hinweisen. Laut Gewerkschaft beteiligen sich die Arberlandkliniken in Zwiesel und Viechtach im Kreis Regen und das Klinikum Passau.

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    Von
    • Kathrin Unverdorben
    • BR24 Redaktion

    Verdi ruft am Montagmittag zu kurzen symbolischen Aktionen an Bayerns Krankenhäusern auf. Darunter auch die Arberlandkliniken in Zwiesel und Viechtach im Kreis Regen und das Klinikum Passau. Angeprangert wird ein Personalnotstand in der Pflege.

    Fotoaktion und Statements

    An den jeweiligen Krankenhaus-Haupteingängen sollen um 13 Uhr - beziehungsweise 13.30 Uhr in Passau - eine kurze Fotoaktion durchgeführt und Statements gegeben werden. Verdi spricht von "unzumutbaren Arbeitsbedingungen in der Krankenhauspflege". Es gebe zu wenig Personal, die Politik müsse für eine "bedarfsgerechte Personalausstattung" sorgen, heißt es weiter.

    "Die Beschäftigten geben alles, um Leben zu retten. Von der Politik erwarten wir deshalb, endlich die Weichen für gute Arbeitsbedingungen und eine hochwertige Gesundheitsversorgung zu stellen." Volker Schmidt, Vorsitzender des Verdi-Fachbereiches Gesundheit in Bayern

    Verdi: Lehren aus der Corona-Krise ziehen

    Sollte die Politik kein klares Signal an die Pflege senden, würden viele Pflegekräfte "ihren persönlichen Shutdown" angehen und ihrem Beruf den Rücken kehren, befürchtet Volker Schmidt. Dabei spielt die Gewerkschaft auch auf die Corona-Krise an. Aus jener sollten Lehren gezogen werden, so Verdi.

    Weitere Protest-Aktionen geplant

    Anlass für den bundesweiten Protest am Montag sei laut Verdi die Bundestagsanhörung zum "Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung". Weitere Aktionen sind für den 12. Mai und den 15. Juni geplant. Man werde den Protest in den nächsten Monaten bundesweit deutlich verbreitern, heißt es.

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