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Gegen einen "Rummelplatz am Berg": Demonstration am Grünten | BR24

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Die Initiative "Rettet den Grünten" protestierte heute unter dem Motto: "Rotes Fragezeichen" gegen den Ausbau des Skigebietes am Grünten.

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Gegen einen "Rummelplatz am Berg": Demonstration am Grünten

Rund 100 Menschen haben am Samstagvormittag gegen den geplanten Ausbau der Anlagen am Grünten protestiert. Die Teilnehmer bildeten an einem Hang unterhalb des Gipfels ein weit sichtbares Fragezeichen.

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Am Samstagvormittag haben sich rund 100 Demonstrierende an einen Hang unterhalb des Grünten versammelt. Die Bürgerinitiative "Rettet den Grünten" hatte in ihrem Mitglieder- und Unterstützerkreis zu der Aktion aufgerufen. Aus ihrer Sicht sind noch viele Fragen offen, was das Modernisierungskonzept der Investoren angeht. Sie halten die am Grünten geplante Erlebniswelt für überdimensioniert.

Kritik an neuer Grüntenhütte

Beispielsweise kritisieren sie, dass der geplante Neubau der Grüntenhütte eine reine Event-Gastronomie beherbergen könnte - etwa mit der Möglichkeit, große private Feiern zu veranstalten. Außerdem fordern sie ein verbindliches Gesamtkonzept für den Ausbau. Besonders wichtig ist ihnen, dass die Investoren verbindlich erklären, auf eine Seilrutsche - einen sogenannten Rollglider - zu verzichten. Die Aktivisten befürchten, dass die Investoren trotz anderslautender Zusagen die Attraktion doch noch bauen könnten.

Moderne Kabinenbahn soll alte Lifte ersetzen

Außer einer neuen Hütte planen die Investoren auch, die bisherigen Diesel-Lifte durch elektrische Anlagen zu ersetzen. Eine moderne Kabinenbahn soll mehr Menschen als bisher auf den "Wächter des Allgäus" bringen können, wie der Grünten auch genannt wird. Außerdem wollen die Investoren die Wanderwege am Berg neu ordnen und Trampelpfade beseitigen. Ohne Sommerbetrieb, so ihre Argumentation, lohnten sich die geplanten Millioneninvestitionen nicht. Bisher laufen die Liftanlagen nur im Winter.

Planungen gehen weiter

Die Planungen werden weiter vorangetrieben. Demnächst steht im Oberallgäuer Kreistag eine Entscheidung darüber an, ob eine Verordnung zum örtlichen Landschaftsschutzgebiet geändert wird. Das wäre eine Voraussetzung dafür, dass am Grünten eine neue Hütte gebaut werden kann. Wann genau die Entscheidung fallen soll, ist offen. Die Investoren halten sich inzwischen mit öffentlichen Äußerungen zurück. Auf BR-Anfrage heißt es, man wolle sich derzeit nicht äußern.

Bürgermeister steht hinter der Erlebniswelt

Der Bürgermeister der Gemeinde Rettenberg, Nikolaus Weißinger (CSU), steht trotzdem hinter der "Bergwelt" am Grünten. Er erhofft sich "wichtige Impulse für unsere schöne Gemeinde", teilt er schriftlich mit. Für sachliche Gespräche mit den Projektgegnern sei er offen.

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