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Gegen den Trend: Weniger Baugenehmigungen im Nordosten Bayerns | BR24

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Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist in Bayern so stark gestiegen wie seit 22 Jahren nicht mehr.

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Gegen den Trend: Weniger Baugenehmigungen im Nordosten Bayerns

Die Zahl der Baugenehmigungen ist im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie so stark gestiegen wie lange nicht. In Oberfranken kommt der Trend allerdings nicht an, in der Oberpfalz ist die Zahl der Genehmigungen sogar rückläufig.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Thorsten Gütling

In Bayern sind im vergangenen Jahr so viele Baugenehmigungen für Wohnungen vergeben worden wie seit 1998 nicht mehr. Die Zahl stieg vorläufigen Daten zufolge im Vergleich zu 2019 um 2,9 Prozent auf 77.743, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. In Oberfranken und der Oberpfalz kommt der Trend aber nicht an.

Schreyer: Bauen gegen Wohnungsknappheit

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) spricht von einem Rekordergebnis trotz Corona-Pandemie. Die Entwicklung sei auch gut für den Wohnungsmarkt, denn gegen Wohnungsknappheit helfe nur "bauen, bauen, bauen".

Baugenehmigungen steigen im ländlichen Raum

Eine Zunahme der Baugenehmigungen gab es vor allem in ländlicheren Gebieten. In den Landkreisen stieg die Zahl um 6,2 Prozent auf 5.850. In den kreisfreien Städten sank sie dagegen um 3,4 Prozent auf 24.893.

Geringster Anstieg an Baugenehmigungen in Oberfranken

Die meisten Baugenehmigungen für Wohnungen verbuchte mit 32.096 Oberbayern. Hier fiel das Wachstum mit 5,5 Prozent überdurchschnittlich aus. Die wenigsten Genehmigungen wurden in Oberfranken mit 4.442 ausgesprochen. Das entspricht einem Anstieg von einem Prozent. Das stärkste Wachstum verzeichnete Niederbayern mit 8,9 Prozent auf 8.874.

Rückgang um 15 Prozent in der Oberpfalz

Die Oberpfalz ist der einzige Regierungsbezirk mit einem Rückgang. Hier sackten die Genehmigungen um 15,1 Prozent auf 6.795 ab.

In Unterfranken stieg die Zahl der Genehmigungen um 6,3 Prozent auf 5.572, in Mittelfranken um 2,1 Prozent auf 9.156 und in Schwaben um 4,3 Prozent auf 10.808.

Ministerium: Hohes Niveau auch bei den beiden Ausreißern

Aus dem Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr heißt es auf Nachfrage des BR, es sei nicht klar, warum die Zahlen für Oberfranken und die Oberpfalz teils deutlich unter den bayernweiten Werten liegen. Es sei aber festzuhalten, dass sich die Baugenehmigungszahlen 2020 auch in Oberfranken und der Oberpfalz auf hohem Niveau befanden: So seien 4.442 Baugenehmigungen für Oberfranken der höchste Wert seit dem Jahr 2000. Und die Baugenehmigungen in der Oberpfalz seien zwar weniger als in den beiden Jahren zuvor, gehe man aber weiter in die Vergangenheit zurück, finde man erst im Jahr 1998 wieder ein höheres Ergebnis.

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