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Gegen Corona-Politik: Etwa 1.500 Demonstranten in Freilassing | BR24

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Corona-Demonstration in Freilassing

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Gegen Corona-Politik: Etwa 1.500 Demonstranten in Freilassing

In Freilassing haben nach Schätzungen der Polizei am Samstag mindestens 1.500 Menschen gegen die geltenden Corona-Maßnahmen protestiert. Ursprünglich sollte die Demonstration grenzübergreifend stattfinden - was die Polizei jedoch verhinderte.

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Von
  • Hans Häuser
  • BR24 Redaktion

An der bayerisch-österreichischen Grenze in Freilassing haben nach Angaben der Polizei mindestens 1.500 Menschen gegen die Corona-Politik der Staatsregierung demonstriert - und damit wesentlich mehr, als vom Veranstalter erwartet. Die Gruppierung "BGL steht auf" hatte für die Demo am Grenzübergang an der Saalachbrücke 200 Teilnehmer angemeldet.

Die Veranstaltung verlief friedlich, trotzdem gab es Anzeigen. "Wir mussten darauf drängen, dass Abstände eingehalten werden und dass Masken getragen werden", sagte ein Polizeisprecher.

"Söder muss weg", skandierten die Demonstranten. Auf Plakaten war "Keine Diktatur!" zu lesen und "Stoppt den Corona-Wahnsinn!". Den Organisatoren der Gruppierung ging es nach eigenen Angaben darum, die Grundrechte zu reaktivieren. Ziel sei es, den Zustand von 2019 wiederherzustellen. In den meisten anderen Ländern klappe das Corona-Management mit wesentlich milderen Maßnahmen sehr gut.

Polizei auf österreichischer Seite sperrte Grenzübergang

Auch auf österreichischer Seite wurde demonstriert. Der Protest war ursprünglich grenzübergreifend unter dem Motto "Mia hoidn zamm" geplant. Die österreichische Polizei sperrte allerdings den Grenzübergang an der Saalachbrücke und begründete dies mit der Verkehrssicherheit. Die Demonstranten dagegen beklagten, dass es 2021 nicht mehr möglich sei, länderübergreifend Solidarität zu zeigen.

An den Protesten beteiligen sich auch einige Mitglieder der "Querdenken"-Bewegung. Den Großteil bildeten allerdings Privatpersonen. Viele sagten im Gespräch mit dem BR, sie wollten Corona nicht verharmlosen - aber sie hielten die Einschränkungen der Freiheitsrechte für massiv überzogen.

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