An der Uni Würzburg gibt es ab dem kommenden Semester ein Zusatzstudium gegen Antisemitismus.

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Gegen Antisemitismus: Zusatzstudium für Lehramtsstudierende

Gegen Antisemitismus: Zusatzstudium für Lehramtsstudierende

An der Uni Würzburg gibt es ab dem kommenden Semester ein Zusatzstudium für angehende Lehrkräfte. Dabei werden in drei Semestern der didaktische und pädagogische Umgang mit Antisemitismus vermittelt.

Aktuelle Entwicklungen zu antisemitischen Vorfällen und Übergriffen, die durch Studien empirisch belegt sind, fordern die humanwissenschaftlichen Disziplinen und die zum Lehramt qualifizierenden Studiengänge heraus. Das teilt die Uni Würzburg in einer Pressemeldung mit. Deshalb wird ab dem kommenden Wintersemester (2022/23) ein Zusatzstudium für Lehramtsstudierende eingeführt. Bei ZABUS – Zertifikat Antisemitismuskritische Bildung für Unterricht und Schulen – sollen die künftigen Lehrerinnen und Lehrer Kompetenzen für den didaktischen und pädagogischen Umgang mit Antisemitismus erwerben.

Zusatzstudium von drei Semestern

Im Rahmen von ZABUS sollen Lehramtsstudierende in vielfältigen und interdisziplinären Zugängen zum persönlichen, pädagogischen und didaktischen Umgang mit der Thematik ausgebildet werden. ZABUS kann als Zusatzstudium mit einer Regelstudienzeit von drei Semestern mit sämtlichen Varianten des Lehramtsstudiums verbunden werden. Eine Bewerbung ist ab dem zweiten Fachsemester möglich.

Zertifikat bei erfolgreichem Abschluss

Bei erfolgreichem Abschluss aller Module erteilt die Fakultät für Humanwissenschaften ein Zertifikat. Sollte das Zusatzstudium nicht abgeschlossen werden, kann eine Datenabschrift über bestandene und nicht bestandene Module beantragt werden. Der Start des Zusatzstudiums ist immer nur im Wintersemester möglich. Für das Wintersemester 2022/23 läuft die Bewerbungsfrist noch bis zum 15. September, ab dem Wintersemester 23/24 endet sie am 15. Juli. Pro Semester werden 30 Studienplätze angeboten. Die werden aus allen fristgerechten und geeigneten Bewerbungen per Losverfahren vergeben. Für nachträglich freigewordene Plätze werden Nachrückverfahren durchgeführt, so die Uni Würzburg.

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