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Geflügelpest breitet sich in Mittelfranken immer weiter aus | BR24

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Wegen der sich ausbreitenden Geflügelpest gilt nun auch Stallpflicht für Geflügel im Landkreis Fürth und in der Stadt Nürnberg.

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    Geflügelpest breitet sich in Mittelfranken immer weiter aus

    Im Landkreis Fürth und in der Stadt Nürnberg gilt ab sofort die Stallpflicht für Geflügel. So soll der Kontakt zu Wildvögeln vermieden werden. Die hochansteckende Krankheit ist in Bayern und auch in Franken auf dem Vormarsch.

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    Von
    • Annette Bögelein
    • Oliver Tubenauer

    Die Geflügelpest breitet sich in Franken immer weiter aus. Nun haben auch das Landratsamt Fürth und die Stadt Nürnberg eine Allgemeinverfügung erlassen: Ab sofort muss Geflügel im Stall bleiben. Diese Allgemeinverfügung müssen alle privaten und gewerblichen Tierhalter befolgen, die Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasanen, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse in Gefangenschaft aufziehen oder halten. So soll der Kontakt von Wildvögeln mit Haus- und Nutzgeflügel vermieden und eine Einschleppung in weitere Geflügelhaltungen verhindert werden.

    Geflügelpest in mehreren Landkreisen in Franken festgestellt

    Die Stadt Nürnberg begründet die Allgemeinverfügung mit der steigenden Zahl an Positivfällen in Bayern und im Umkreis von Nürnberg sowie mit der hohen Zahl an Wasservögeln in der Stadt. Auch der Landkreis Fürth bestätigt, die hochansteckende Vogelkrankheit habe sich in Nordbayern in der Wildvogelpopulation ausgebreitet und sei auch in Nutztierbestände gelangt. Vögel, die sich mit der Geflügelpest infiziert haben, wurden in Franken bisher in den Landkreisen Erlangen-Höchstadt, Nürnberger Land, Haßberge, Bayreuth, Weißenburg-Gunzenhausen und Roth sowie in der Stadt Bayreuth gefunden.

    Bei Verdachtsfall muss der ganze Geflügelbestand getötet werden

    Mitte Februar mussten alle Tiere eines Betriebs in Treuchtlingen getötet werden, da dort die Geflügelpest ausgebrochen war. Um den betroffenen Betrieb wurden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Außerdem untersuchten die Veterinäre mehr als 100 Betriebe im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, entdeckten aber keine weiteren Fälle. Allerdings wurde im Landkreis Erlangen-Höchstadt eine tote Kanadagans positiv getestet. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest ordneten die zuständigen Behörden im gesamten Landkreis sowie in der Stadt Erlangen Schutzmaßnahmen an.

    Umweltministerium ordnet Vorsichtsmaßnahmen in ganz Bayern an

    Das bayerische Umweltministerium hatte bereits Anfang Februar angeordnet, dass nicht nur in betroffenen Gebieten, sondern in ganz Bayern Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten sind. Alle Geflügelställe müssen seitdem besonders gesichert sein, damit sich die Tiere nicht mit den tödlichen Vogelgrippe-Viren anstecken. So ist Unbefugten der Zutritt verboten, betriebsfremde Personen dürfen nur mit Schutzkleidung oder Einwegkleidung in den Stall. Außerdem gibt es strenge Vorschriften zum Reinigen und Desinfizieren des Stalls und des Betriebsgeländes.

    Bitte an die Bevölkerung: Tote Vögel meiden und melden

    Aufgrund des Vorkommens der Geflügelpest auch bei Wildvögeln wird die Bevölkerung aufgerufen, keine toten Wildvögel anzufassen. Wird ein totes Tier gesichtet, soll es dem Veterinäramt, der Gemeinde oder der Polizei gemeldet werden. Für den Menschen sei das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich, heißt es. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden werden.

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