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Geflügelpest: Bald keine Freilandeier mehr | BR24

© picture-alliance/dpa

Schild mit der Aufschrift "Wildvogelgeflügelpest Sperrbezirk" (Symbolbild)

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    Geflügelpest: Bald keine Freilandeier mehr

    Die Vogelgrippe hat inzwischen ganz Bayern im Griff – mit Auswirkungen auf den Verkauf von Freiland-Eiern. Bald könnte es nur noch Eier aus Bodenhaltung geben.

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    Derzeit sind dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen zufolge 34 Landkreise und sechs kreisfreie Städte von der Geflügelpest betroffen. Zuletzt wurde das Virus vom Subtyp H5N8 im oberpfälzischen Schwandorf sowie im mittelfränkischen Erlangen-Höchstadt nachgewiesen worden. Auch in der Region Hof hatte sich der Verdacht in einem Geflügelbestand bestätigt.

    Bald nur noch "Bodenhaltung"

    Bayernweit gilt für unbestimmte Zeit eine Stallpflicht, um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern. Zudem hat das Bayerische Umweltministerium ein Verbot für Ausstellungen und Märkte mit Geflügel angeordnet.

    Die Stallpflicht hat vor allem auf die Betriebe Einfluss, die Freilandeier produzieren: Der Gesetzgeber hat eine Höchstfrist von zwölf Wochen festgelegt, innerhalb derer Eier von Hühnern die aus veterinärmedizinischen Gründen aufgestallt wurden – also im Stall statt im Freiland gehalten werden – noch als Eier aus Freilandhaltung verkauft werden dürfen.

    Diese Frist endet in Bayern nach Angaben der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising am kommenden Montag (13.02.17). Nach der sogenannten Zwölf-Wochen-Regel dürfen die Eier nur noch mit dem Hinweis "Bodenhaltung" gekennzeichnet werden. Laut einer Sprecherin sind in Bayern 300 Betriebe davon betroffen. Alle seien Ende Januar angeschrieben worden, dass sie sich für die Bodenhaltung umregistrieren müssten.