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Geflügelpest-Ausbruch in Treuchtlinger Betrieb | BR24

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In einem Treuchtlinger Betrieb ist die Geflügelpest nachgewiesen worden. Nun wurde ein Sperrgebiet eingerichtet.

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    Geflügelpest-Ausbruch in Treuchtlinger Betrieb

    In einer Geflügelhaltung in Treuchtlingen ist die Geflügelpest ausgebrochen. Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte laut des zuständigen Landratsamts einen Fall des Virus in dem Betrieb nachgewiesen. Daraufhin mussten alle Tiere dort getötet werden.

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    Von
    • Laura Grun

    Wie eine Sprecherin des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen mitteilt, konnte ein Fall des auch Vogelgrippe genannten Virus in dem Betrieb in Treuchtlingen durch das Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen werden. Bei dem Virus handele es sich um den Typ H5N8. Alle Tiere wurden nach den Vorschriften der bundesweit gültigen Geflügelpest-Verordnung noch am Dienstag (9.2.) getötet, so die Sprecherin weiter.

    Sperrbezirk eingerichtet

    Um eine Ausbreitung der Geflügelpest auf weitere Nutz- und Haustierbestände zu verhindern, wurden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet rund um den betroffenen Betrieb festgelegt. Für lebendes Geflügel, Eier und Geflügelfleischprodukte gelten in und aus diesen Gebieten sogenannte Verbringungsverbote, dass heißt, die Tiere und Produkte dürfen nicht wegtransportiert werden.

    Der Sperrbezirk umfasst das Stadtgebiet von Treuchtligen sowie weitere Teile des Gemeindegebietes der Stadt Treuchtlingen, Teile der Gemeinden Alesheim, Markt Berolzheim sowie Teile des Gemeindegebietes der Stadt Weißenburg.

    Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich noch darüber hinaus, zudem auch auf den Landkreis Donau-Ries mit dem Ortsteil Zwerchstraß der Gemeinde Wolferstadt.

    © Tierseuchennachrichtendienst
    Bildrechte: Tierseuchennachrichtendienst

    Sperrbezirk (rot): Treuchtlingen und Gemeindegebiet, Teile von Alesheim, Markt Berolzheim und Gemeinde Weißenburg. Beobachtungsgebiet in blau

    Geflügelhalter müssen Tiere in Ställen lassen

    Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat eine Allgemeinverfügung erlassen, aus der die entsprechenden Restriktionsgebiete sowie die angeordneten Schutzmaßnahmen hervorgehen.

    Außerdem ist eine Stallpflicht für alle Geflügelhaltungen im Landkreis angeordnet und die Betriebe müssen die entsprechenden Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Für den gesamten Landkreis sind Märkte und Ausstellungen mit Geflügel verboten.

    Vorsicht im Umgang mit Wildvögeln

    Aufgrund des Vorkommens der Geflügelpest auch bei Wildvögeln wird die Bevölkerung aufgerufen, keine toten Wildvögel anzufassen. Wird ein totes Tier gesichtet, soll es dem Veterinäramt, der Gemeinde oder der Polizei gemeldet werden. Für den Menschen sei das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden werden.

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