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"In Bayern in Sicherheit": Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat im Bamberger Ankerzentrum 98 Geflüchtete aus Afghanistan begrüßt.

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Geflüchtete afghanische Ortskräfte - in Bayern in Sicherheit

98 geflüchtete Afghanen, darunter Ortskräfte der Bundeswehr und ihre Familien, sind im Bamberger Ankerzentrum angekommen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat sie dort besucht und ihnen für ihr Engagement gedankt.

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Anja BischofAnja BischofBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat im Bamberger Ankerzentrum 98 Geflüchtete aus Afghanistan begrüßt. "Sie sind jetzt in Bayern in Sicherheit", sagte Herrmann den Männern, Frauen und Kindern, die seit Donnerstag in der Anlaufstelle für Asylbewerber untergebracht sind.

    Herrmann dankt afghanischen Ortskräften

Die Bundeswehr hatte die 21 jungen Familien und sieben Einzelpersonen aus Kabul ausgeflogen. Alle sind am Frankfurter Flughafen negativ auf das Coronavirus getestet worden. In der Erstaufnahme werde nun vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geprüft, inwiefern es sich um ehemalige Ortskräfte oder sonstige schutzbedürftige und gefährdete Personen handele, so Herrmann im Rahmen einer Pressekonferenz.

Der Minister bedankte sich bei den Geretteten für ihr Engagement für die deutsche Bundeswehr in Afghanistan. Nach der Feststellung ihrer Identität werden die 98 Afghanen entweder eine Aufnahmezusage erhalten oder in das Asylverfahren aufgenommen. Einige der Ankömmlinge haben die Aufnahmezusage bereits bekommen.

Kommunen: Bereitschaft zur Aufnahme der Geflüchteten

Die Geflüchteten werden später in staatlichen Übergangswohnheimen dezentral in ganz Bayern und eventuell darüber hinaus untergebracht, bis sie eine eigene Wohnung beziehen. Es gibt auch Kommunen, die ihre Aufnahmebereitschaft signalisiert haben.

Die afghanischen Ortskräfte werden dem Freistaat nach dem Königsteiner Schlüssel zugeteilt. Innenminister Joachim Herrmann rechnet damit, dass insgesamt 700 bis 800 Geflüchtete von Bayern aufgenommen werden. Diese Zahl könne sich aber noch ändern, so der Innenminister. Herrmann wörtlich: "Das werden wir gut meistern können."

Herrmann: "Stehe zu Abschiebungen nach Afghanistan"

Auf die Frage, ob er bereue, dass bis vor wenigen Wochen Menschen aus Bayern nach Afghanistan abgeschoben wurden, antwortete Herrmann, dass zuletzt "Personen, die sich zum Teil erheblich strafbar gemacht haben", abgeschoben worden seien. "Dazu stehe ich."

Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) sagte bei der Pressekonferenz an die Geflüchteten gerichtet: "Wir empfangen Sie mit offenen Armen, herzlich willkommen."

Erste Anlaufstelle Ankerzentrum Bamberg

Bamberg gehört seit dem Jahr 2019 zum Städtebündnis "Sichere Häfen". Dieses sieht sich als Wertegemeinschaft zur Aufnahme für in Not befindliche Geflüchtete. Auch Nürnberg, Schwabach und Erlangen sind unter den 100 teilnehmenden Kommunen. Die auf dem früheren US-Gelände in Bamberg entstandene Anker-Einrichtung Oberfranken (AEO) ist seit 2015 die erste Anlaufstelle für Asylbewerber in Oberfranken. Bundesweit gibt es acht Anker-Einrichtungen. Derzeit sind in Bamberg rund 1.000 Menschen untergebracht.

"In Bayern in Sicherheit": Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat im Bamberger Ankerzentrum 98 Geflüchtete aus Afghanistan begrüßt.

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