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Gefährliches Spiel auf Gleisen - fünf Buben stellen sich | BR24

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Zuggleise (Symbolbild)

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    Gefährliches Spiel auf Gleisen - fünf Buben stellen sich

    Weil mehrere Kinder bei Plattling im Kreis Deggendorf auf Bahngleisen gespielt hatten, mussten zwei Züge notbremsen. Die Jugendlichen wurden dabei beobachtet. Jetzt haben sie sich gestellt: Es handelt sich um fünf Buben im Alter von 13 und 14 Jahren.

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    Fünf Jugendliche, die vor nicht ganz zwei Wochen bei Plattling im Kreis Deggendorf im Nebel auf Bahngleisen gespielt und dadurch zwei Züge zu Notbremsungen gezwungen hatten, haben sich bei der Polizei gemeldet. Wie Timo Schüller von der Bundespolizei Passau dem BR berichtet, kamen sie wenige Tage nach dem Vorfall zusammen mit ihren Eltern zur Polizeiinspektion Plattling.

    Polizisten nehmen Vorfall sehr ernst

    Der Grund: Sie hatten aus den Medien erfahren, dass sie von einer Anwohnerin gesehen wurden und nach ihnen gesucht wird. Vier der Kinder sind 13 Jahre alt und können nicht strafrechtlich belangt werden. Einer der Buben ist 14 - bei ihm wird dies noch geprüft, heißt es. Alle bekamen eine eingehende Belehrung auch von hinzugezogenen Bundespolizisten. Die Eltern werden in einem Gespräch noch einmal extra belehrt, so Schüller. Die Gefahren auf Gleisen dürften niemals unterschätzt werden - der Vorfall werde sehr ernst genommen.

    Buben legten Steine auf die Gleise

    Offenbar hatten die Jugendlichen auf den Schienen bei Plattling mit Kieselsteinen experimentiert. Die Polizei hat Mahlspuren gefunden. Aktuell werden die betroffenen Zugführer als Zeugen vernommen und eventuelle Schäden an den Zügen geprüft. Sich auf Gleisen zu bewegen, stelle eine Ordnungswidrigkeit dar, erklärt Schüller. Es könne aber auch teuer werden: Wenn Menschen verletzt werden - zum Beispiel Zuginsassen - und/oder der Zug beschädigt wird.

    Tödliche Gefahr auf Bahngleisen

    Die Bundespolizei warnt noch einmal ausdrücklich vor den Gefahren auf Bahngleisen. "Es kommt immer wieder vor, dass Menschen an oder auf Bahngleisen stehen. Manche fotografieren oder wollen sehen, was mit einer Münze passiert, wenn ein Zug darüberfährt", sagt Bundespolizei-Sprecher Schüller. Das könne schlimme Folgen haben und tödlich enden. "Die Züge kommen leise und schnell. Im vorliegenden Fall war es auch noch sehr neblig. Ein Glück, dass die Zugführer so schnell reagieren konnten."

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