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Spielschleim - Bild aus einem Youtube-Video
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Spielschleim - Bild aus einem Youtube-Video

Die Tester haben fünf gängige Kinder-Spielschleime auf Schadstoffe untersucht und kommen zu einem erschreckenden Ergebnis: Die Borsäure-Konzentration überschreitet bei allen getesteten Produkten den erlaubten Grenzwert, teilweise sogar um das Dreifache. Damit hätten die Spielschleime gar nicht in den Handel kommen dürfen. Testredakteur Reiner Metzger erklärt:

"Eine gewisse Menge Borsäure muss in den Slimes enthalten sein, damit sie zähflüssig bleiben. Die festgestellten, viel zu hohen Borsäurewerte aber können bei Kindern Durchfall, Kopfschmerzen und Erbrechen auslösen." Reiner Metzger, Stiftung Warentest

Äußerlich sieht der bunte Spielschleim oft aus wie Götterspeise, Kinder könnten also in Versuchung kommen, ihn in den Mund nehmen. Die Redakteure kritisieren außerdem die Verpackungen: Diese imitieren nämlich teilweise Getränkedosen, was die Tester doch ziemlich verwundert. Sie empfehlen Eltern als Alternative den Spielschleim einfach selbst herzustellen und haben dafür sogar ein Rezept parat.

Selber machen - länger lachen!

Für den Spielschleim nach Hausmacherart braucht man 180 Gramm Marshmallows, einige Esslöffel Mehl und Lebensmittelfarbe. Die Marshmallows in der Mikrowelle für 30 Sekunden erhitzen und anschließend umrühren. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis die Masse ausreichend flüssig ist. Dann die Lebensmittelfarbe unterrühren. Durch die Zugabe von Mehl die Masse bis zur gewünschten, zähflüssigen Konsistenz bringen. Achtung: auch die Hände dabei gut mit Mehl bestäuben, flüssige Marshmallows sind extrem klebrig.

Selbst gemachter Schleim leuchtet nicht so schön, ist aber unbedenklich

Zum Kneten und Herummantschen reicht der hausgemachte Spielschleim allemal aus, auch wenn die Farben nicht so intensiv leuchten wie bei den Industrieprodukten. Dafür ist die Hausmachervariante garantiert gesundheitlich unbedenklich.