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Granitabbau neben der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Flossenbürg

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    Gedenkstättenleiter: Kein weiterer Granitabbau im KZ-Steinbruch

    Bis heute wird im ehemaligen KZ-Steinbruch von Flossenbürg Granit abgebaut. 2024 läuft der Pachtvertrag zwischen dem Granitwerk und dem Freistaat aus. Die Firma will verlängern, doch der Leiter der Gedenkstätte lehnt eine Verlängerung ab.

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    Von
    • Thomas Muggenthaler

    Jörg Skriebeleit, der Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg lehnt entschieden einen Granitabbau in dem früheren KZ Steinbruch über das Jahr 2024 hinaus ab. "Die Entscheidungen sind gefallen", betont Skriebeleit.

    Areal soll in Gedenkstätte integriert werden

    Die KZ-Gedenkstätte hat vom Bayerischen Ministerrat den Auftrag, das Areal ab 2024 in die Gedenkstätte zu integrieren und wird das auch tun. Der Freistaat Bayern will nach derzeitigem Stand, dass der Granitabbau in dem KZ-Steinbruch von Flossenbürg 2024 endet. Dann läuft der Pachtvertrag mit dem Betreiber aus und der Steinbruch soll Teil der KZ-Gedenkstätte werden. Wolfgang Baumann, der Geschäftsführer der Granitwerke Baumann, die den Steinbruch hat jetzt allerdings erklärt, dass er den Steinbruch nach 2024 weitere zehn Jahre pachten will. Ihm schwebt ein Nebeneinander von Granitabbau und Gedenkstätte im Steinbruchareal vor.

    Leiter der Gedenkstätte: Verlängerung ist "bizarre Idee"

    Jörg Skriebeleit hält einen weiteren Abbau für abwegig. Er spricht von einer bizarren Idee oder einem schlechten Witz. "Wenn wir eine Perspektive für den Steinbruch entwickeln wollen, wozu wir per Ministerratsbeschluss beauftragt sind, muss der ökonomisch Abbau enden", erklärt der Gedenkstättenleiter sonst. Das geht nicht, wenn parallel gesprengt und Granit abgebaut wird. Der Steinbruch mit seinen originalen Gebäuden aus der NS-Zeit ist ein Erinnerungsort von europäischer Bedeutung, betont Skriebeleit.

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