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Gedenken an Reichspogromnacht in vielen Orten Bayerns | BR24

© dpa/picture-alliance

Brennende Synagoge am 9.11.1938 in Deutschland

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    Gedenken an Reichspogromnacht in vielen Orten Bayerns

    Am 9. November vor 81 Jahren rief Josef Goebbels vom Alten Rathaus in München zum Pogrom gegen die deutschen Juden auf: Es brannten nicht nur Synagogen, sondern es gab auch viele Tote. In ganz Bayern wird an die Pogromnacht erinnert.

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    "Jeder Mensch hat einen Namen" – mit diesem Satz erinnern die Münchnerinnen und Münchner mit sehr unterschiedlichen Veranstaltungen an die Zerstörungen und die Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938. Am Samstagabend werden im Alten Rathaus, also an dem Ort, an dem Josef Goebbels das Pogrom initiierte, Augenzeugenberichte vorgelesen. Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hält ebenso eine Ansprache wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.

    Am Sonntagvormittag dann werden vier Stunden Namen von Münchner Jüdinnen und Juden verlesen, die Widerstand leisteten, die aber fast alle umgebracht wurden.

    Gedenken im Dachauer Rathaus

    Im Dachauer Rathaus erinnern Mark und Paul Wallace, die Enkel der Stoffdruckerfamilie Wallach, in einem Gespräch mit Publikum an ihre Eltern. Sie wurden schon am Tag vor der Pogromnacht aus der Stadt vertrieben und schließlich in Auschwitz umgebracht. Schülerinnen und Schüler gestalten die Gedenkstunde musikalisch.

    Kranzniederlegung in Nürnberg, Gebet in Regensburg

    In Nürnberg gehen viele Gemeindemitglieder am Sonntag auf den jüdischen Friedhof. Dort wird zum Gedenken an die Opfer des Pogroms und des Holocaust ein Kranz niedergelegt. Die jüdische Gemeinde Regensburg wird am Samstagabend mit einem Gebet in der Synagoge und einem Kurzfilm über das Vernichtungslager Auschwitz den Opfern gedenken.

    Würzburg: Josef Schuster spricht vor Synagogendenkmal

    In Würzburg fand die zentrale Veranstaltung zum Gedenken an die Reichspogromnacht schon am Freitag statt. Der Grund: Der jüdische Schabatt beginnt bei Sonnenuntergang. Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hielten Reden - am Denkmal für die ehemalige Würzburger Hauptsynagoge.