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Gedenken an Pogromnächte in der Oberpfalz | BR24

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In Amberg, Regensburg und Flossenbürg wird heute und morgen der Reichspogromnacht gedacht.

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    Gedenken an Pogromnächte in der Oberpfalz

    In Amberg, Regensburg und in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg wird heute und am Mittwoch der Reichspogromnacht gedacht. Wegen Corona finden die Gedenkveranstaltungen aber nur virtuell statt.

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    Von
    • Margit Ringer
    • Uli Scherr

    In Regensburg gibt es am frühen Montagabend (17 Uhr) eine Gedenkstunde in der Neuen Synagoge anlässlich der Reichspogromnacht. Öffentlichkeit ist vor Ort nicht zugelassen, die Bevölkerung kann aber via Livestream teilnehmen, die Gedenkfeier wird auf der Internetseite der Stadt Regensburg gestreamt.

    In Regensburg war die alte Synagoge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Brand gesteckt worden. Außerdem wurden jüdische Einwohner von den Nazis in einem sogenannten Schandmarsch durch die Stadt getrieben.

    Lesung aus verbrannten Büchern in Amberg

    Mit einer Lesung aus "verbrannten Büchern" erinnert die jüdische Gemeinde in Amberg am Montag (19 Uhr) an die Verbrechen in der Pogromnacht 1938. Der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz (CSU) wird aus Stefan Zweigs Werk "Die Welt von gestern. Erinnerungen eines Europäers" lesen. Das Buch erschien im Jahr 1942, kurz nach dem Tod des Schriftstellers im Exil.

    Die Lesung findet aufgrund der aktuellen Corona-Lage virtuell statt. Für Interessierte gibt es einen Zugangslink über das Programm Zoom.

    KZ-Gedenkstätte Flossenbürg bleibt geschlossen

    In der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg wird am Mittwoch von der Bayern-SPD und der DGB-Jugend Bayern an die Pogrome erinnert, allerdings auch hier ohne Öffentlichkeit. Die Gedenkstätte ist derzeit geschlossen aufgrund des Teil-Lockdowns. Dennoch wolle man ein Zeichen setzen, dass auch in der Pandemie eine Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus integrale Bestandteile der deutschen Identität seien, so ein Sprecher der Gedenkstätte.

    Die DGB-Jugend Bayern erinnert bereits seit 1958 in Flossenbürg an die Pogrome. Seit 20 Jahren kommen dazu auch Jugendliche aus Nordbayern und inzwischen auch aus Tschechien zusammen.

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