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Gedenken an Opfer transphober Gewalt in Nürnberg
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Autoren

Annette Bögelein
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Gedenken an Opfer transphober Gewalt in Nürnberg

Jedes Jahr werden weltweit rund 400 Menschen ermordet, weil sie anders sind. Es sind Menschen, deren biologisches Geschlecht anders ist, als sie sich fühlen – oder die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau wahrnehmen – oder sogar beides sind.

Transgender Day of Rembrance in Nürnberg

Um dieser Menschen zu gedenken, findet weltweit am 20. November der Transgender Day of Remembrance statt. In Nürnberg wurde bereits gestern Abend am Hallplatz an sie erinnert. Das Unverständnis sei immer noch groß, erklärt der Nürnberger Grünen-Politiker und Landtagsabgeordnete Markus Ganserer. Er hat sich vor kurzem als Transgender geoutet – als Mann, der ab und zu auch Frau sein will.

Gesetzesvorlage für mehr Selbstbestimmung

Im Bayerischen Landtag will Ganserer sich dafür einsetzen, dass jeder selbst über seine geschlechtliche Identität entscheiden kann. Vom Institut für Menschenrechte gäbe es bereits einen Gesetzesvorlage, die zur Selbstbestimmung dieser Menschen beitragen könnte. Sie müsste einfach in ein Gesetz gegossen werden.

In Nürnberg fand der Gedenktag zum ersten Mal statt. Organisiert hatten ihn der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), Queer Franken, der Verein für Selbsthilfe Trans-Ident und Mut Bayern.