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Gedenken an erstes NSU-Opfer Enver Simsek | BR24

© picture alliance/Daniel Karmann/dpa

Eine Gedenktafel mit dem Abbild des vom NSU ermordeten Enver Simsek hängt am Tatort an einem Baum.

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    Gedenken an erstes NSU-Opfer Enver Simsek

    Heute vor 19 Jahren wurde Enver Simsek ermordet. Er war das erste von zehn Opfern des NSU. Für ihn findet am Abend eine Gedenkveranstaltung in der Liegnitzer Straße in Nürnberg statt. Das gab die Initiative "Das Schweigen durchbrechen" bekannt.

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    Die Initiative "Das Schweigen durchbrechen" erinnert am Montagabend um 18 Uhr mit einer Gedenkveranstaltung in der Liegnitzer Straße in Nürnberg an das erste Mordopfer des NSU. Dort wurde der Blumenhändler Enver Simsek am 9. September 2000 an seinem mobilen Blumenstand niedergeschossen. Zwei Tage später starb der Vater zweier Kinder im Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

    Grausame Mordserie des NSU

    Die Mitglieder der terroristischen Vereinigung NSU töteten ihre Opfer, neun Migranten und eine Polizistin, zwischen September 2000 und April 2007. Dazu kamen 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle.

    Rassistischer Hintergrund

    Polizei und Justiz waren mit ihren Ermittlungen lange Zeit auf dem Holzweg. Sie schlossen einen rassistischen Hintergrund zunächst aus. Erst im Jahr 2011 wurde der NSU öffentlich bekannt. Damals fand die Polizei die NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt tot in einem ausgebrannten Wohnmobil. Beate Zschäpe, die ebenfalls eine Drahtzieherin des Terrornetzwerks NSU war, wurde zur gleichen Zeit festgenommen und 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt.