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Gedenken an die Befreiung vor 71 Jahren | BR24

© pa/dpa

Ein Mädchen hält ein buntes Pappschild nach oben.

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    Gedenken an die Befreiung vor 71 Jahren

    Die Befreiung Nürnbergs jährt sich heute zum 71. Mal. In Erinnerung daran veranstalten die Katholische Hochschulgemeinde, die offene Kirche St. Klara und der SPD-Arbeitskreis gegen Rechts ein Straßenfest.

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    Dafür haben die Veranstalter mit weiteren Gruppierungen ab 14.30 Uhr ein buntes Programm mit Musik, Tänzen und Infoständen an der Königstraße zusammengestellt. Um 17.00 Uhr wird es dort eine Kundgebung zum Thema "Erinnerungskultur" geben. Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter, für die der 20. April in Nürnberg der Tag der Befreiung war, sollen in den Mittelpunkt gerückt werden. Das achte Straßenfest "Nürnberg ist bunt" dauert bis 18.00 Uhr.

    Letzter schwerer Kampf in Süddeutschland

    Bei der Niederwerfung deutscher Städte war Nürnberg für die Amerikaner besonders wichtig: Sie knackten damit den "Schrein des Nazitums". In Nürnberg hatten die Nationalsozialisten 1935 die Rassengesetze erlassen. Nach den Bombenangriffen vom Januar 1945 war die Stadt zwar schon zu 90 Prozent zerstört, die siebte US-Armee stieß auf ihrem Vormarsch in Nürnberg trotzdem noch auf Widerstand. Mehrere hundert Scharfschützen hatten sich in den Ruinen verschanzt.

    Laut "Führerbefehl" war die Stadt der Reichsparteitage "bis zum letzten Mann" zu verteidigen. In Gauleiter Karl Holz hatte Hitler einen Gefolgsmann, der solche Anweisungen wörtlich nahm und persönlich Stoßtrupps gegen US-Panzer anführte. Es nützte nichts: Am 20. April 1945 hisste die 45. Infanterie-Division nach viertägigen Gefechten die US-Flagge im ehemaligen "Schatzkästlein des Reichs". Es war der letzte schwere Kampf im süddeutschen Raum.

    Autor
    • Judith Dauwalter
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