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Geburtsstationen in München nachts am Limit | BR24

© pa/dpa

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    Geburtsstationen in München nachts am Limit

    Die Geburtshilfe in München leidet seit Jahren unter akutem Personalmangel. Eine Auswertung von BR Data zeigt, dass die Geburtsstationen der Kliniken vor allem nachts am Limit arbeiten. Die Folge: Schwangere werden in andere Kliniken verlegt.

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    Manchmal werden die Frauen sogar in Geburtsstationen anderer Städte gebracht.

    Jedes Jahr hunderte Frauen betroffen

    In den Wehen in eine andere Klinik verlegt werden - eine Horrorvorstellung für jede werdende Mutter. Doch das Problem betrifft jedes Jahr in München Hunderte Frauen, das zeigen Recherchen des Bayerischen Rundfunks. Rund 400 Frauen mussten laut der Stadt München 2017 in den Wehen verlegt werden - allein in den Kliniken Schwabing, Harlaching und Großhadern.

    Nachts höchste Auslastung

    In solchen Situationen loggen sich die Münchner Geburtsstationen in das elektronische Kommunikationssystem Ivena ein und melden sich dort ab. BR Data hat die Ivena-Meldungen zweieinhalb Jahre lang im zehn Minuten-Rhythmus gesammelt und ausgewertet. Die Analyse zeigt: Nachts ist die Auslastung der Kliniken am höchsten, zwischen 3.00 und 7.00 Uhr gibt es die meisten Abmeldungen. Deshalb ist das Risiko für Schwangere, in eine andere Klinik verlegt zu werden, nachts am größten.

    Platz- und Personalmangel

    Platzmangel ist einer der Gründe für die nächtlichen Abmeldungen. Da über Nacht niemand entlassen wird, gibt es dann besonders häufig keine freien Betten mehr. Das größte Problem ist jedoch der Personalmangel: "Am Ende liegt es zu 90 bis 95 Prozent am Personal. In jeder Münchner Klinik", sagt Hasbargen vom Klinikum Großhadern. Mit den steigenden Geburtenraten verschärft sich der Hebammenmangel noch. 2012 kamen in München erstmals über 20.000 Kinder zur Welt, 2017 waren es fast 23.000.

    Die gesamte Datenanalyse: https://www.br.de/nachrichten/geburtsstationen-in-muenchen-nachts-wirds-eng-100.html