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Geburtsstationen am Limit - "Hebammengipfel" in Nürnberg | BR24

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml lädt am Nachmittag zum "Hebammengipfel" nach Nürnberg. Hebammen, Ärzte, Vertreter von Krankenkassen und Kommunen wollen gemeinsam beraten, wie der Beruf attraktiver gemacht werden kann.

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Geburtsstationen am Limit - "Hebammengipfel" in Nürnberg

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml lädt zum "Hebammengipfel" nach Nürnberg. Hebammen, Ärzte, Vertreter von Krankenkassen und Kommunen wollen gemeinsam beraten, wie der Beruf attraktiver gemacht werden kann.

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Nach Angaben des bayerischen Hebammenverbands bleiben offene Hebammen-Stellen in vielen Kliniken unbesetzt. Dadurch entstehe ein Teufelskreis, weil die Belastung für die verbleibenden Hebammen noch größer werde.

Immer mehr Hebammen machen sich selbstständig

Die Geburtshilfe im Krankenhaus sei für viele Hebammen unattraktiv: Zu viel Stress, zu viel Bürokratie, schlechte Arbeitsbedingungen in den Kliniken. Sie machen sich stattdessen selbstständig, bieten Schwangerschaftsgymnastik, Vorsorge und Wochenbett-Betreuung an.

Gesundheitsministerin Huml (CSU) will wieder mehr Hebammen dazu bringen, in der Geburtshilfe zu arbeiten – im Krankenhaus oder freiberuflich. Wer freiberuflich Geburtsbetreuung anbietet, bekommt seit vergangenem Herbst vom Freistaat einen Bonus von 1.000 Euro pro Jahr. Außerdem soll es einen einmaligen Gründerzuschuss von 5.000 Euro geben.

"Heute werden wir uns zusammensetzen und schauen, wo kann man ansetzen, dass wir wieder mehr Hebammen in den Beruf zurückgewinnen, dass sie nicht nur Vor-und Nachsorge (machen), sondern eben auch bei der Geburt dabei sind. Wie können wir Hebammen noch mehr begeistern für den Beruf ?" Melanie Huml (CSU), bayerische Gesundheitsministerin

Huml bezeichnete den Hebammenbonus als Erfolg: "Ich denke , dass 1.000 Euro schon mal ein Signal sind (...). Wir haben auch eine große Resonanz. Für das Jahr 2017 haben ihn über 600 Hebammen beantragt, auch für 2018 haben wir schon knapp 200 Anträge."

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml lädt am Nachmittag zum "Hebammengipfel" nach Nürnberg. Hebammen, Ärzte, Vertreter von Krankenkassen und Kommunen wollen gemeinsam beraten, wie der Beruf attraktiver gemacht werden kann.