Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Geburtshilfe in Dinkelsbühl muss zum 1. Januar schließen | BR24

© picture alliance / dpa Themendienst/Mascha Brichta

Geburtsstation: Hand hält die Füße eines Babys

1
Per Mail sharen
Teilen

    Geburtshilfe in Dinkelsbühl muss zum 1. Januar schließen

    Die Geburtshilfestation der Klinik in Dinkelsbühl wird zum 1. Januar 2019 schließen. Das teilte der Klinikverbund ANregiomed heute mit. Auch der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Christoph Hammer (CSU) bedauert diesen Schritt.

    1
    Per Mail sharen
    Teilen

    "Es gibt in Zukunft keine Dinkelsbühler mehr“, sagte Hammer dem Bayerischen Rundfunk. Damit meinte der Oberbürgermeister, dass nach der Schließung der Geburtsklinik kein Kind mehr Dinkelsbühl als Geburtsort in seinem Pass stehen haben wird. Er erklärte, dass es für die Schließung keine wirtschaftlichen Gründe gebe.

    Kurzfristige Vertragsauflösung auf Wunsch der Ärzte

    Wie ANregiomed heute mitteilte, sind dafür personelle Gründe verantwortlich: Die beiden Belegärzte der Station hätten ihren Vertrag vergangene Woche zum 31.12.2018 gekündigt. Laut ANregiomed-Vorstand Gerhard Sontheimer gibt es gesundheitliche Gründe für diese außerordentliche Kündigung. Auch er sei davon überrascht worden: "So kurzfristig werden wir keinen Ersatz finden", sagte Sontheimer dem Bayerischen Rundfunk. "Uns bleibt nichts Anderes übrig, als uns von der Versorgung zum 1. Januar 2019 abzumelden", so Sontheimer. Nun würden Möglichkeiten geprüft, um die Geburtshilfe in der Klinik in Dinkelsbühl weiterhin zu gewährleisten.

    Facharztmangel erschwert Suche nach neuen Belegärzten

    Eine Möglichkeit wäre, drei neue Belegärzte zu finden und somit die Abteilung wieder aufzumachen. Doch Sontheimer betont, dass dies in Zeiten des bundesweiten Facharztmangels nicht einfach sei: "Bewirbt sich bei einer Ausschreibung für eine Belegabteilung keine der bestehenden Praxen der Region, müssten mindestens drei neue Fachärzte gefunden werden, die bereit sind, sich neu in einer Belegarztpraxis niederzulassen", so der ANregiomed-Vorstand. Mögliche Bewerber würden aber eher an große Krankenhäuser gehen.

    Geburtshilfe in Dinkelsbühl soll sichergestellt werden

    Auch der Landrat des Landkreises Ansbach, Jürgen Ludwig (CSU), erklärte, dass man nach Möglichkeiten suche, die Geburtshilfe in Dinkelsbühl zu erhalten. "Wir werden alles dafür tun, um das sicherzustellen", sagte Ludwig dem Bayerischen Rundfunk. Aber diese Aufgabe sei nicht einfach. Der Landrat ist auch der Vorsitzende des Verwaltungsrats von ANregiomed. Dieser tagt heute in Rothenburg o.d.Tauber.

    Schon in den vergangenen Monaten gab es immer wieder Engpässe und kurzzeitige Schließungen der Station, weil zu wenig Hebammen verfügbar waren, meist aus Krankheitsgründen. Hier hat sich die Situation nun wohl entspannt.

    Autor
    • Eleonore Birkenstock
    Schlagwörter