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Bildrechte: Feuerwehr Margetshöchheim

Die kleine Marta aus Karbach (Lkr. Main-Spessart) hatte es offenbar sehr eilig zur Welt zu kommen. Nach dem Einsetzen der Wehen hatten sich die werdenden Eltern auf den Weg in die Klinik gemacht. Die Fahrt dorthin dauerte dem Mädchen aber zu lange.

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Geburt im Auto: Marta kommt bei Margetshöchheim zur Welt

Die kleine Marta aus Karbach (Lkr. Main-Spessart) hatte es offenbar sehr eilig, zur Welt zu kommen. Nach dem Einsetzen der Wehen hatten sich die werdenden Eltern auf den Weg in die Klinik gemacht. Die Fahrt dorthin dauerte dem Mädchen aber zu lange.

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Von
  • Julia Kuhles

Am vergangenen Montag (15.03.2021) haben sich die Eltern der kleinen Marta mitten in der Nacht um etwa 1.30 Uhr auf den Weg in die Würzburger Uniklinik gemacht. Dort sollte Marta eigentlich zur Welt kommen. Doch Marta entschied sich für Margetshöchheim als Geburtsort.

Ersthelfer der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim vor Ort

Nachdem der werdende Vater auf Höhe Zellingen bemerkt hatte, dass sie vermutlich nicht mehr rechtzeitig den Kreissaal erreichen würden, wählte er den Notruf. Die integrierte Leitstelle alarmierte Rettungswagen, Notarzt sowie die First-Responder der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim. Nur vier Minuten später waren drei Ersthelfer zur Stelle - zwischenzeitlich aber auch schon die kleine Marta. Die junge Familie hat die Geburt alleine gemeistert. Die Feuerwehrleute überprüften die Vitalfunktionen der Neugeborenen und den Gesundheitszustand der Mutter, sowie des Vaters. Die kurz darauf eintreffenden Rettungskräfte brachten Mutter und Tochter schließlich zur Erstversorgung in die Uniklinik nach Würzburg. Inzwischen sind die glücklichen Eltern mit ihrer Tochter wieder zuhause und genießen die Zeit.

Feuerwehrkräfte auch für Geburt gewappnet

Für die ehrenamtliche Feuerwehrkräfte war die Geburt etwas ganz Besonderes. "Seit dem Jahr 2000 gibt es unsere First-Responder-Gruppe, zum Einsatzstichwort "Einsetzende Geburt" wurden wir schon öfter alarmiert. Eine Entbindung im Auto, das gab es bisher nicht. Wir hätten uns dafür aber auch gewappnet gesehen, dank unserer Ausbildung, aber auch dank der persönlichen Erfahrung unserer Einsatzkräfte – in unserem Team vor Ort waren eine zweifache Mutter und ein zweifacher Vater", so Valentin Wilkop, Leiter der First-Responder-Gruppe, der selbst beim Einsatz mit dabei war.

Freudiges Ereignis – insbesondere in Zeiten von Corona

Auch den Johannitern Tobias Wehner und Pauline Sprinz wird dieser Einsatz lange in Erinnerung bleiben. Auch wenn es für den Notfallsanitäter Tobias Wehner bereits die dritte Geburt war, die er in seiner Laufbahn im Rettungsdienst begleitete, sind Geburten im Zusammenhang mit Rettungsdiensteinsätzen eher seltene Ereignisse. "In Zeiten von Corona war dieser Einsatz ein sehr willkommenes und freudiges Erlebnis", freut sich Wehner.

Geburtsort Margetshöchheim

Für Margetshöchheims Bürgermeister Waldemar Brohm ist die Geburt im Auto eine Besonderheit. "In meinen 13 Jahren als 1. Bürgermeister gab es zwei Hausgeburten, eine solche außergewöhnliche Geschichte welche in der Geburtsurkunde Margetshöchheim als Geburtsort zur Folge hat ist mir nicht bekannt", so das Ortsoberhaupt. Alle am Einsatz beteiligten Einsatzkräfte gratulieren den frisch gebackenen Eltern zur Geburt ihres Kindes – und zu diesem besonderen Erlebnis.

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