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GBW-Wohnungen in München: Miete nach Sanierung deutlich teurer | BR24

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2013 wurden die GBW-Wohnungen von der Bayerischen Landesbank unter Aufsicht des damaligen Finanzministers Söder an eine private Wohnungsbaugesellschaft verkauft. Dann passierte, was viele befürchteten. Nun fürchten GBW-Mieter um ihre Existenz.

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GBW-Wohnungen in München: Miete nach Sanierung deutlich teurer

Das GBW-Drama nimmt kein Ende: 2013 wurden die Schwabinger Wohnungen der BayernLB unter Aufsicht des damaligen Finanzministers Söder an eine private Wohnungsbaugesellschaft verkauft. Nach BR-Recherchen kommen Sanierungen die Mieter teuer zu stehen.

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Schon kurz nach dem Verkauf 2013 an eine Immobiliengesellschaft wurden erste Wohnungen modernisiert - ohne Rücksicht auf die Mieter. Jetzt - kurz nach Weihnachten 2018 - erhielten die Mieter einer GBW-Wohnanlage in München-Schwabing eine Hiobsbotschaft. Auch bei ihnen wird demnächst modernisiert - mit drastischen Folgen für ihre Miete.

Jede Modernisierungs-Maßnahme kostet elf Prozent mehr

Der Vermieter darf einen bestimmten Prozentsatz der Modernisierungskosten auf die Mieter umlegen. Das waren bis Ende vergangenen Jahres elf Prozent. Seit diesem Januar dürfen aber nur noch acht Prozent der Kosten umgelegt werden. Die GBW machte die Modernisierungsankündigung noch knapp im alten Jahr - also genau nach den Weihnachtsfeiertagen. Und deswegen darf sie immer noch die eigentlich nicht mehr gültigen elf Prozent Umlage verlangen.

Im Ergebnis wird die Miete massiv erhöht. Denn die angekündigte Modernisierungsmaßnahme teilt sich in insgesamt zehn Maßnahmen auf - von der Dachaufstockung über den Lift zu neuen Balkonen. Und jede Maßnahme schlägt mit elf Prozent zu Buche. Im Ergebnis kommen rund elf Euro Erhöhung pro Quadratmeter zustande. Bei einer 50-Quadratmeter-Wohnung sind das zum Beispiel rund 550 Euro, die man dann mehr zahlen muss.

Sind die Modernisierungs-Maßnahmen unnötig?

Die Sozialcharta für die GBW-Mieter galt nur bis Mai 2018. Es gibt zwar für Bewohner, die beim Verkauf der GBW mindestens 60 Jahre alt waren, oder für Behinderte ein lebenslanges Wohnrecht. Doch das hilft nichts, wenn man die Mieten aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen nicht mehr bezahlen kann. Die GBW schreibt auf ihrer Internetseite, dass die Häuser aus den 60ern stammen und deswegen energetisch saniert werden müssen. Außerdem könnten die Mieter ihre Wohnungen zu Vorzugskonditionen erwerben.

Trotzdem hat der Münchner Mieterverein das Vorgehen der GBW kritisiert und möchte nun ganz genau prüfen, ob - und gegebenenfalls welche - angekündigten Modernisierungsmaßnahmen unnötig sind.

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Kurz nach Weihnachten erhielten die Mieter einer GBW-Wohnanlage in München Schwabing eine Hiobsbotschaft: Ihre Wohnungen werden modernisiert - mit wohl drastischen Folgen für den Mietpreis.