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Gastronomie in Ostbayern: Existenz-Sorgen wegen Corona-Krise | BR24

© BR/Tobias Dörges

Der Dehoga-Bezirksvorsitzende in der Oberpfalz, Hans-Jürgen Nägerl, forderte Steuersenkungen, zum Beispiel eine Umsatzsteuersenkung für Essen im Lokal von 19 auf 7 Prozent

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Gastronomie in Ostbayern: Existenz-Sorgen wegen Corona-Krise

In der Corona-Krise geht es für viele gastronomische Betriebe in Niederbayern und der Oberpfalz um die nackte Existenz. Diese Einschätzung vertritt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in der Region. Die Lage sei "katastrophal".

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Wegen Corona wird das öffentliche Leben in Bayern stark eingeschränkt. Restaurants dürfen ab Mittwoch nur noch bis 15 Uhr öffnen. Vielen gastronomischen Betrieben in Niederbayern und der Oberpfalz könnte das die Existenz kosten - diese Einschätzung vertritt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in der Region.

Dehoga: "Lage ist katastrophal"

Die niederbayerische Dehoga-Bezirksgeschäftsführerin Rita Mautz sagte dem Bayerischen Rundfunk, die Lage sei "katastrophal". Sie erklärte, für viele Wirte lohne sich ein reiner Mittagsbetrieb für maximal 30 Personen in der Gaststube nicht.

Forderung: Umsatzsteuersenkung für Essen

Der Dehoga-Bezirksvorsitzende in der Oberpfalz, Hans-Jürgen Nägerl, forderte Steuersenkungen, zum Beispiel eine Umsatzsteuersenkung für Essen im Lokal von 19 auf 7 Prozent - "Mövenpick-Steuer hin oder her!", so Nägerl. Er ist selbst Hotelier in Illschwang (Lkr. Amberg-Sulzbach). Er appellierte an die Mitgliedsbetriebe des Dehoga, kreativ zu werden. So müsse man jetzt eben beginnen, warmes Essen auszuliefern oder Drive-Ins einzurichten.

Nägerl erinnerte an die Bankenkrise nach der Pleite der Lehman Brothers 2008. Damals habe der Staat den Banken Geld der Steuerzahler geschenkt. Gleiches sei auch für kleine Unternehmen in der Corona-Krise notwendig.

Verhörer: "Hotelbetriebe" statt "Bordellbetriebe"

Sowohl Mautz als auch Nägerl bestätigten dem BR, dass die Söder-Rede am Vormittag für ein Missverständnis gesorgt hatte. Viele hätten verstanden, dass "Hotelbetriebe" geschlossen werden sollten, obwohl Söder "Bordellbetriebe" sagte. Das habe zu vielen besorgten Anrufen von Hoteliers beim Dehoga in Niederbayern und der Oberpfalz geführt.