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Gastronomen sehen im Lockdown ihren Untergang | BR24

© BR/Anne-Lena Schug

Reaktion auf Lockdown von Cornelia Sperger vom Spitalgarten Regensburg.

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Gastronomen sehen im Lockdown ihren Untergang

Gastronomiebetriebe sollen ab dem 2. November für den Rest des Monats schließen. Davon ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Bayerns Gastronomen sehen in dem Beschluss ihren Untergang.

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Von
  • Anne-Lena Schug
  • BR24 Redaktion

Die Gastronomen in Bayern blicken mit sehr großer Sorge auf den bevorstehenden "milden Lockdown". "Das ist der Untergang für die Gastronomie", meint Gastronomin Cornelia Sperger. Sie habe in ihrem Betrieb alles dafür getan, dass die Gäste so geschützt, wie nur möglich sind, hat Geld investiert für Desinfektionsmittel und Trennwände, die Mitarbeiter geschult.

"Schwarze Schafe" seien Schuld

"Es gibt leider Schwarze Schafe in der Gastronomie und die machen uns jetzt alles kaputt", meint Cornelia Sperger vom Spitalgarten in Regensburg. "Das ist wirklich schrecklich." Mehr Corona-Kontrollen in der Gastronomie wären gut gewesen, um diese "Schwarzen Schafe" ausfindig zu machen.

Zweiter Lockdown als Untergang für viele Gastronomen

"Ich denke, dass viele Betriebe den zweiten Lockdown – auch wenn er als 'light' betitelt wird – nicht überleben", so Sperger. Auch Andreas Espig, Chef der Trattoria Marina in Regensburg, sieht das so. Sein Betrieb würde immer noch unter dem ersten Lockdown leiden: "Der erste Lockdown hat uns schon an die Grenzen getrieben. Ich hatte weinende Mitarbeiter vor mir stehen. Da sind Familienväter mit dabei, die nicht wissen, wie es weitergeht. Denen fehlt das Geld!“ erzählt Espig.

Auch der Besitzer der Kölschkneipe Olle Gaffel in Regensburg, Raphael Birnstiel, empfindet die Einschränkungen als kritisch: "Es ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, gerade wenn die Experten sagen, dass die Gastronomie nicht als Infektionsherd ausmachbar ist. Vor allem wenn die Kanzlerin sagt, dass das Infektionsgeschehen mittlerweile nicht mehr nachvollziehbar ist. Ich habe wirklich Probleme das vor meinen Gästen zu erklären."

Kurzarbeitergeld reiche nicht aus

Das Kurzarbeitergeld sei zwar eine wichtige Unterstützung, doch es sei weniger, als das, was die Leute bräuchten. Durch die Hygieneregeln hätte er weniger Plätze für die Gäste. Seiner Ansicht nach seien die Gäste in der Gastronomie geschützter, da hier strengere Hygieneregeln gelten als im Privaten. Mit den Schließungen der Gastronomie, werden sich die Leute privat treffen und dort sei die Gefahr sich zu infizieren höher.

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