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Das Gasthaus "Waldlust" auf der Luisenburg steht kurz vor dem Verkauf.
© Stadt Wunsiedel

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Das Gasthaus "Waldlust" auf der Luisenburg steht kurz vor dem Verkauf.

Das leerstehende Traditions-Wirtshaus "Waldlust" unterhalb der Luisenburg-Festspiele soll Mitte Mai wiedereröffnen – noch vor der ersten Premiere der Theatersaison. Pasquale de Biasi, der Wirt der Pizzeria "Mamma Rosa" aus Wunsiedel, will das Wirtshaus kaufen und zusammen mit seinem Sohn Manuel betreiben. Das wurde heute bei einer Pressekonferenz bekannt.

Schnitzel für Luisenburg-Besucher

Der Italiener plane dort allerdings keine Pizzeria, sondern will gut bürgerliche deutsche Küche für Festspiel-Besucher und Touristen anbieten, so Inge Schuster, die Pressesprecherin der Stadt Wunsiedel, auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks.

"De Biasi hat sich als Wirt in Wunsiedel bewährt. Er will den Namen 'Waldlust' beibehalten und auch die Fassade so lassen. Im Innenraum will er längerfristig renovieren und zum Beispiel die Möbel austauschen." Inge Schuster, Pressesprecherin der Stadt Wunsiedel

Pasquale und Manuel de Biasi wollen das Gasthaus "Waldlust" unterhalb der Luisenburg kaufen.

Pasquale und Manuel de Biasi wollen das Gasthaus "Waldlust" unterhalb der Luisenburg kaufen.

Immobilie auf Ebay Kleinanzeigen

Die Stadt Wunsiedel hatte das Traditions-Wirtshaus – genau wie die Fichtelgebirgshalle – auf Internetplattformen wie Ebay Kleinanzeigen oder Immobilienscout zum Kauf angeboten. Vergangene Woche ist die Bieterfrist ausgelaufen und de Biasi hat den Zuschlag bekommen. Den genauen Kaufpreis wollte Schuster nicht nennen.

Stadt Wunsiedel ist hoch verschuldet

"Für die Stadt Wunsiedel heißt das: eine Immobilie weniger. Wir sind erleichtert, zumal wir uns in der Konsolidierung befinden", so Schuster. Wunsiedel ist bekanntlich hochverschuldet und versucht derzeit, große Immobilien wie die Stadthalle, das Hotel und Restaurant "Wunsiedler Hof" im Internet zu verkaufen. Für die "Waldlust" gab es bereits Kauf-Interessenten. Mit einer Firma aus Oberbayern konnte sich die Stadt aber nicht über Vertragsdetails einigen und hat der Firma im Februar eine Absage erteilt.