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Während die meisten noch den Holzkohlegrill anschüren, wird das "Team Gasgrill" aber immer größer. Der Schweinfurter Peter Zeitler, ehemaliger Deutscher Grillmeister, erklärt den Trend zum Gasgrill.

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Gas statt Holzkohle? Ein Schweinfurter Profi zum Gasgrill-Trend

Die Sonne lacht und die Grillsaison nimmt Fahrt auf. Während viele noch den Holzkohlegrill anschüren, wird das "Team Gasgrill" aber immer größer. Der Schweinfurter Peter Zeitler, ehemaliger Deutscher Grillmeister, erklärt den Trend zum Gasgrill.

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Von
  • Patrick Obrusnik

Holzkohle oder Gas: Für Grillfreunde ist es eine Glaubensfrage. Das weiß auch Peter Zeitler. Der Deutsche Grillmeister von 2015 hat ein Grillfachgeschäft in Schweinfurt und bemerkt einen Trend hin zum Gasgrill: Gut 85 Prozent der Grills, die er aktuell verkauft, werden mit Gas befeuert. Die Menschen, die Zeitlers Grill-Seminare besuchen, sind meist Fans der Holzkohle. Doch Gas hat laut Zeitler Vorteile gegenüber Holzkohle: "Man dreht den Knopf um, und nach sieben Minuten kann man grillen. Dann hat der Gasgrill die richtige Temperatur. Da brauchst du mit dem Holzkohlegrill natürlich viel, viel länger."

Typischer Grillgeschmack auch beim Gasgrill

Das typische Grillaroma, das man von der Holzkohle kennt, stelle sich auch beim Grasgrill ein, so Zeitler, denn: Das Aroma entsteht, wenn Fleischsaft oder Fett in die Holzkohle tropft. "Beim Gasgrill tropft es auf den Verdampfer, der über dem Brenner angebracht ist. Ein Grasgrill verdampft die Säfte nahezu restlos. Und je mehr es raucht, umso größer ist der Grillgeschmack."

Beim Gasgrill nicht mit Bier "löschen"

Das beim Holzkohle-Grill fast schon klassische Ablöschen mit Bier entfällt beim Gasgrill, da es laut Zeitler kein Hochbrennen mehr gibt. Beim ersten Grillen solle man darauf achten, nach zwei Minuten das Grillgut umzudrehen, "um ein tolles Branding hinzubekommen, also das typische Grillmuster". Die Temperatur innerhalb des Grills sei konstant hoch, deshalb rät der Grillexperte den Anfängern, immer mal wieder das Grillgut zu kontrollieren.

Bessere Qualität für längere Nutzung

Wichtig bei der Anschaffung eines Gasgrills sei es, auf Qualität zu achten, so der ehemalige Deutsche Grillmeister: "Beim Discounter gibt es Gasgrills für 399 Euro. Da hat man nicht lange Spaß dran." Im Fachhandel gebe es Grills mit "vernünftigen Gussrosten, vernünftigen Brennern". Einsteiger sollten 1.000 bis 1.500 Euro investieren, "dann hat man sechs, acht Jahre Spaß mit dem Grill, oder auch länger", so Zeitler.

Fleisch selbst würzen

Immer mehr Menschen achten beim Grillen auf hochwertige Lebensmittel, erklärt Peter Zeitler im BR-Interview. "Fleisch, das mit Marinade zugeschmiert ist", lande seltener auf dem Rost. Der Grill-Tipp vom Experten: "Ungewürztes Fleisch kaufen, selber würzen, ölen und dann auf den Grill." Das Fleisch hingegen erst zu ölen und dann zu würzen weil dadurch beispielsweise die Gewürze besser am Fleisch haften, sei falsch: Das Öl verhindere, dass die Gewürze in das Fleisch einziehen.

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