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Garmischer Ladenbesitzer betreiben nun eigene Corona-Teststation | BR24

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Kaiserwetter in Garmisch-Partenkirchen (Symbolbild)

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Garmischer Ladenbesitzer betreiben nun eigene Corona-Teststation

Osterferien, Neuschnee, Sonnenschein - aber trotzdem keine Touristen in Garmisch-Partenkirchen. Obwohl Hoteliers und Ladenbesitzerinnen eigentlich vorbereitet wären. Nun haben sie das Testen selbst in die Hand genommen.

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Von
  • Helene Köck
  • Martin Breitkopf

In der Nacht hat es geschneit und der Himmel ist so blau, wie man es sich nur wünschen kann. "Kaiserwetter" in Garmisch-Partenkirchen. Dass trotzdem keine Touristen kommen dürfen, ist für Hotels und Restaurants ein wirtschaftliches Desaster.

Daniel Schimmer, selbst Manager des Biohotels Garmischer Hof und Vorsitzender des örtlichen Hotel- und Gaststättenverbands, darf seit dem 2. November keine Gäste mehr empfangen. Er empfindet die Corona-Regeln in Bayern als zu strikt und verweist auf andere Bundesländer, die motiviert seien und tatsächlich versuchen würden, aus dem langen Lockdown herauszukommen.

Eigene Schnelltest-Station im Garmischer Zentrum

Im Saarland beispielsweise bekommen Menschen, die einen negativen Corona-Test vorlegen, mehr Freiheiten. So ähnlich stellen sich das auch die Ladenbesitzerinnen und Restaurantbetreiber im Garmischer Zentrum vor. Auch sie wünschen sich ihre Kundinnen und Kunden zurück. Und um das möglich zu machen, betreiben sie seit Gründonnerstag eine eigene Corona-Schnellteststation am Richard-Strauss-Platz - in den Räumen, in denen sich normalerweise die Tourist Information befindet.

Die Idee: Wer einen negativen Test nachweist, soll in den Geschäften einkaufen und draußen im Restaurant oder Café sitzen dürfen. Rund 3.000 Schnelltests haben sie dafür organisiert und aus eigener Tasche bezahlt, 15 Mitglieder der "Garmischer Zentrum Werbegemeinschaft" sind für Tests geschult worden. Das Ganze beruhe auf Eigeninitiative, weil es privatwirtschaftlich organisiert schneller gehe als über staatliche Stellen, sagt Michaela Nelhiebel, die Vorsitzende der Werbegemeinschaft.

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Auch die Außengastronomie muss geschlossen bleiben (Symbolbild)

Negativ Getestete bekommen Tagesausweis

Wie bei staatlichen Stellen sind die Tests kostenlos. Nur eine vorhergehende Anmeldung per QR-Code auf der Homepage vom Gewerbeverein ist erwünscht. Das Gesundheitsamt und der Markt Garmisch-Partenkirchen unterstützen die Eigeninitiative der Gewerbetreibenden. Jeder, der negativ getestet wird, bekommt einen Tagesausweis und kann damit auch zum Besuch ins Altenheim oder über die Grenze fahren. Weil für Geschäftsöffnungen in Bayern aber die Sieben-Tage-Inzidenz ausschlaggebend ist, dürfen die Läden selbst noch nicht wieder öffnen.

Bei den ersten Tests seien Nelhiebel zufolge schon zwei positive Fälle rausgefischt worden. Die Hoffnung der Gewerbetreibenden ist jetzt, dass die Inzidenzzahl durch die zusätzlichen Tests schneller sinkt und sie so bald wieder aufmachen können.

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Seit Einführung der kostenlosen Schnelltests wollen sich immer mehr Menschen testen lassen. Doch dafür braucht es geeignete Stellen. Im Landkreis Würzburg organisieren viele Gemeinden ihre eigenen Teststationen mit Unterstützung von Ehrenamtlichen.

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