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Garchinger Kaserne wird nach Widerstandskämpfer benannt | BR24

© BR/David Herting

Das erste Mal in der Geschichte der Bundeswehr hat eine Kaserne den Namen eines NS-Widerstandskämpfers erhalten. Die Liegenschaft in Garching ist nun nach dem Mitglied der "Weißen Rose", Christoph-Probst, benannt.

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Garchinger Kaserne wird nach Widerstandskämpfer benannt

Das erste Mal in der Geschichte der Bundeswehr hat eine Kaserne den Namen eines NS-Widerstandskämpfers der "Weißen Rose" erhalten. Die Liegenschaft in Garching ist nun nach dem Mitglied Christoph-Probst benannt.

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Es war eine Entscheidung der Angehörigen der Kaserne in Garching bei München, dem Bundeswehr-Gelände einen neuen Namen zu geben. Bisher hieß es wenig aussagekräftig "Liegenschaft Hochbrück".

Christoph Probst - Widerstandskämpfer und Medizinstudent

Soldaten und Soldatinnen, sowie zivile Angestellte votierten für den NS-Widerstandskämpfer der "Weißen Rose", Christoph Probst, als Namensgeber. Nicht nur dessen Geschichte als aktiver NS-Gegner überzeugte die in Garching stationierten Soldaten, sondern auch die Tatsache, dass Probst Medizin studierte und während des Zweiten Weltkriegs Sanitätsfeldwebel war. 1943 wurde Probst mit anderen Mitgliedern der Weißen Rose durch das NS-Regime hingerichtet.

Zentrales Institut des Sanitätsdienstes auf dem Kasernen-Gelände

Am Standort im Norden von München befindet sich das zentrale Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und eine Außenstelle des Bundeswehrkrankenhauses Ulm. Die Bundeswehr hatte schon einen Hörsaal der Sanitätsakademie vor sieben Jahren nach Hans Scholl, einem der Mitbegründer der Weißen Rose, benannt.

Neues Kasernenschild feierlich enthüllt

Am Nachmittag hat nun auf dem Garchinger Kasernen-Gelände der Sohn von Christoph Probst, Vinzenz, an den Widerstandskämpfer erinnert. Anschließend wurde das neue Kasernen-Schild mit dem Namen des Weiße-Rose-Mitglieds enthüllt. Das Foyer des Hauptgebäudes beherbergt jetzt eine Ausstellung über Probst. Er wäre heute 100 Jahre alt geworden.