| BR24

 
 

Bild

So sieht ein Toilettenschild für alle Geschlechter und für Menschen mit Behinderung in New York aus
© dpa/picture-alliance

Autoren

© dpa/picture-alliance

So sieht ein Toilettenschild für alle Geschlechter und für Menschen mit Behinderung in New York aus

"Männer", "Frauen" und "Divers" – das dritte Geschlecht soll nicht nur eine Option im Geburtenregister sein, sondern künftig auch in oberbayerischen Grundschultoiletten. In der Stadt Garching im Norden Münchens ist die Entscheidung für eine dritte Option bereits gefallen: In den Bauplänen für die neue Grundschule sollen nun zusätzlich Unisex-Toiletten (mit Klo und Urinal) eingeplant werden. Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) unterstützt das Vorhaben.

Gleichbehandlung für Transgender und Intersexuelle

In Pullach wird der Gemeinderat erst im Februar entscheiden, ob es in der geplanten Grund- und Mittelschule eine dritte Toilette mit der Aufschrift „divers“ geben soll. Schulplanerin Andrea Lehner hatte die Thematik angestoßen, da die zusätzlichen Toiletten laut Lehner eine passende Option für Transgender oder Intersexuelle bieten würde.

Auch in der Gemeinde Taufkirchen wird derzeit diskutiert, ob es in der Grundschule am Wald künftig drei Toilettenvarianten geben soll.

Kultusministerium gibt noch keine Empfehlung

Die Zahl der Intersexuellen wird in Deutschland auf etwa 0,1 Prozent der Bevölkerung geschätzt. Bei dem Beschluss für oder gegen speziell ausgewiesene Toiletten haben die Kommunen die Entscheidungshoheit. Inwieweit der Elternwille hier Berücksichtigung findet, ist offen.

Das bayerische Kultusministerium gibt noch keine Handlungsempfehlung in diesem Bereich heraus. Es sei ein sensibles Thema, erklärte ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk. Zukünftig könne sich dies jedoch ändern.

Autoren

Sendung

Regionalnachrichten aus Oberbayern vom 29.01.2019 - 15:30 Uhr