BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Gänseproblem am Hofer Untreusee | BR24

© picture-alliance/dpa

Graugänse

Per Mail sharen
Teilen

    Gänseproblem am Hofer Untreusee

    Die Population der Graugänse am Hofer Untreusee ist stark angestiegen. Liegewiesen und Wasserqualität leiden darunter. Aber die Erfahrung zeigt: Ein Fütterungsverbot kann helfen.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Durch die Tiere leiden die allgemeinen hygienischen Bedingungen in und um das Gewässer langfristig. Die Stadt Hof bittet deshalb alle Besucher des Untreusees, die Gänse ab sofort nicht mehr zu füttern. Das Futter würde nur noch mehr Gänse an den See locken. Grundsätzlich müssten Wildvögel zudem nicht gefüttert werden, da sie selbst ausreichend Nahrung finden, heißt es aus der Stadt.

    Erst Enten, dann Gänse

    Ein ähnliches Problem gab es im Bereich des Untreusees bereits vor einigen Jahren mit Enten. Sie hatten sich durch Füttern vermehrt und wurden in die sogenannte Intensivzone angelockt. Die Folge damals: Durch die Ausscheidungen der Tiere war im Untreusee eine Konzentration von giftbildenden Cyanobakterien festgestellt worden. Eine Warnung der Badegäste wurde erforderlich. Für Enten gilt seitdem ein Fütterungsverbot im Bereich des Untreusees – mit einer merklichen Verbesserung der Wasserqualität und der allgemeinen Sauberkeit.

    Fütterungsverbot ausdehnen

    Die Stadt Hof beabsichtigt aufgrund der aktuellen Entwicklung und der Erfahrungen der Vergangenheit, das Fütterungsverbot auf alle Wasservögel auszudehnen. Da diese Änderung durch den Stadtrat beschlossen werden muss und die Gänse in absehbarer Zeit in ihr Winterquartier ziehen werden, wird die neue Regelung voraussichtlich erst im Frühjahr 2017 in Kraft treten.

    Schlagwörter