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Polizeistreife auf einer Wiese vor Schloss Elmau.

Bildrechte: picture alliance / dpa | Angelika Warmuth
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G7-Gipfel auf Schloss Elmau soll rund 166 Millionen Euro kosten

Die Neuauflage des G7-Gipfels auf Schloss Elmau wird teuer: Die erste Kostenschätzung aus dem Innenministerium liegt bei rund 166 Millionen Euro. Damit wird das Politiker-Treffen deutlich mehr kosten als noch 2015. Größter Posten: Die Sicherheit.

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Lui KnollLui KnollBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat den Mitgliedern des Haushaltsausschusses eine erste Kostenschätzung für den G7-Gipfel im Juni 2022 auf Schloss Elmau vorgelegt. Seine Behörde kalkuliert die Organisationskosten auf rund 166 Millionen Euro. Dabei ist noch nicht bekannt, welcher Anteil vom Bund getragen wird.

Aufwändiger Polizeieinsatz

Rund 147 Mio. Euro sind in der Kalkulation für die Polizei vorgesehen, 2015 waren rund 20.000 Polizisten im Einsatz. Größter Posten hierbei sind mit rund 52 Millionen Euro Mieten und Pachten für Grundstücke, Gebäude, Räume, Maschinen und Geräte sowie 30 Millionen Euro für die Erstattungen an Bund und andere Bundesländer für den Einsatz nicht-bayerischer Polizeikräfte.

Ebenfalls 30 Millionen Euro werden benötigt für die Anschaffung von Sicherheitsausrüstungen, darunter Sicherheitszäune und fünf sogenannte SatCom-Anlagen für satellitengestützte Kommunikationssysteme.

Deutlich teurer als 2015

Weitere etwas mehr als 11 Millionen Euro sind für den Brand- und Katastrophenschutz sowie die Rettungsdienste vorgesehen, 386.000 Euro für den Einsatz des Verfassungsschutzes. Welchen Anteil davon der Bund übernimmt, muss noch verhandelt werden.

In jedem Fall dürfte der Gipfel der führenden westlichen Wirtschaftsmächte, der vom 26. bis zum 28. Juni 2022 unter Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in den oberbayerischen Alpen zusammenkommen soll, deutlich teurer werden, als die Premiere im Jahr 2015. Damals schlugen am Ende rund 135 Millionen Euro zu Buche.

Gemischte Gefühle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Barack Obama mit Angela Merkel vor dem Panorama des Wettersteinmassivs – diese Bilder gingen 2015 um die Welt. Schloss Elmau wurde auch deshalb wieder für den G7-Gipfel gewählt, weil der Zugang über ein enges Tal gut zu kontrollieren ist.

Die Reaktionen der Lokalpolitiker vor Ort fallen verhalten aushttps://www.br.de/nachrichten/bayern/g7-gipfel-auf-schloss-elmau-stresstest-fuer-die-region,SrkApsb. Garmisch-Partenkirchens Landrat Anton Speer (FW) sagte dem BR, seine Behörde sei eigentlich zu klein, um in so kurzer Zeit das Politspektakel zum zweiten Mal zu bewältigen. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Krün, Thomas Schwarzenberger (CSU) ist nicht überzeugt von der Ortswahl. Er rechnet mit größeren Protesten als 2015.

Passionsspiele Oberammergau gleichzeitig, Richard-Strauß-Tage verschoben

Hotelbetten sind im Juni im Landkreis nicht mehr zu bekommen. Neben dem G7-Gipfel finden parallel in Oberammergau die Passionsspiele statt. Die Richard-Strauß-Tage in Garmisch-Partenkirchen, die in der letzten Juniwoche 2022 stattfinden sollten, werden auf Ende Juli verschoben.

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