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Paulo Dybala muss 2,7 Millionen Euro Schadensersatz an Puma zahlen, weil er seinen Sponsoring-Vertrag nicht eingehalten hat

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    Fußballstar trägt Puma nicht: Schadensersatz in Millionenhöhe

    Weil Fußballstar Paulo Dybala keine Puma-Schuhe trägt, steht dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller nun Schadensersatz in Millionenhöhe zu. Das Oberlandesgericht Nürnberg-Fürth hat mit seiner Entscheidung ein Urteil des Landgerichts bestätigt.

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    Von
    • Inga Pflug
    • BR24 Redaktion

    Wer Fußballer vermarkte und in ihrem Namen Sponsorenverträge abschließe, müsse auch aktiv darauf hinwirken, dass die Sportler die Produkte tatsächlich bewerben, urteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat diese Entscheidung nun bestätigt, so ein Justizsprecher.

    Fußballstar hält sich nicht an Sponsoring-Vertrag

    Seinen Worten zufolge ging es bei dem Rechtsstreit im Kern um den Streit zwischen einem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach und der Managerin eines südamerikanischen Fußballstars. Das Management hatte im August 2017 einen Sponsoring-Vertrag über eine eigene "Signature-Collection" für den Fußballer abgeschlossen. Außerdem sollte der Sportler an einer Werbekampagne mitwirken und die Produkte des Sportartikelherstellers bei bestimmten Anlässen tragen. Diese Verpflichtungen hielt der Fußballstar aber nicht ein.

    2,7 Millionen Schadensersatz für Puma

    Daher klagte der geprellte Sportartikelhersteller auf Schadensersatz in Höhe von 2,7 Millionen Euro und bekam nun Recht: Nach Auffassung des Oberlandesgerichts hatte die Management-Firma die Pflichten des Spielers als eigene direkte Pflichten übernommen. Zwar sei klar, dass letztlich nur der Spieler persönlich die im Vertrag geregelten Leistungen – wie etwa in bestimmten Schuhen Fußball zu spielen – erbringen könne.

    Das Management habe jedoch die Pflicht übernommen, die aktive Mitwirkung des Spielers bei der Bewerbung der Produkte zu gewährleisten. Sie müsse diese Pflichten durch den argentinischen Spieler auch selbst erfüllen und nicht nur auf den Spieler einwirken, so das Urteil. Eine Revision hat das Oberlandesgericht nicht zugelassen.

    Pikanter Randaspekt der Entscheidung: Dybala war schon bei Adidas

    Wie sich in dem Verfahren herausstellte, hatte der Profifußballer den Vertrag mit seiner ursprünglichen Managementfirma bereits im Vorfeld gekündigt. Stattdessen schloss Paulo Dybala einen Sponsoring-Vertrag mit einem anderen Hersteller, der seinen Sitz ebenfalls in Herzogenaurach hat: Seit Juni 2018 wirkt er für den Puma-Konkurrenten Adidas bei Werbemaßnahmen mit.

    2015 war der argentinische Nationalspieler zu Juventus Turin gewechselt. Der 27-jährige Stürmer holte mit Juventus seither vier italienische Meistertitel, drei Mal den italienischen Pokal sowie drei Mal den italienischen Supercup.

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