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CSU-Chef Söder in der Münchner Fußball-Arena

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Fußball-EM: Söder bringt München für Endspiel ins Gespräch

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Großbritannien aus. In Fall einer Verlegung des Endspiels der Fußball-EM könnte das Finale laut dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder in München stattfinden: "München ist für alles bereit."

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Von
  • Petr Jerabek

Angesichts gestiegener Corona-Zahlen in Großbritannien sollte die UEFA nach Meinung des CSU-Vorsitzenden Markus Söder über alternative Austragungsorte für die beiden Halbfinalpartien und das Endspiel der Fußball-EM nachdenken. "Ich würde sagen, es wäre klug, wenn die UEFA einen Plan B in der Tasche hat", betonte Söder in Berlin. Sollte die Lage in London "schlechter und schwieriger" werden und eine Verlegung nötig sein, könnte dem bayerischen Ministerpräsidenten zufolge München als Austragungsort einspringen. "München ist für alles bereit", betonte er. "Wir würden uns jederzeit freuen, noch ein Spiel zu nehmen."

Delta-Variante breitet sich in England aus - Lauterbach warnt

Im Londoner Wembley-Stadion sollen neben Gruppenspielen auch zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni), beide Halbfinalpartien (6. und 7. Juli) und am 11. Juli das Endspiel stattfinden. Bis zu 45.000 Zuschauer sollen in Wembley bei den K.o.-Spielen dabei sein dürfen, was 50 Prozent der Gesamtkapazität des Stadions entspricht.

Allerdings steigen in Großbritannien wegen der sogenannten Delta-Variante die Corona- Infektionszahlen wieder deutlich an. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte bereits eine Verlegung der Spiele: "Es ist voll unverantwortlich, die Endspiele der EM in England durchzuführen." Das gefährde die Fans und im Nachgang die Bevölkerung Europas. "Dazu gibt es das völlig falsche Signal. Besser wäre Verlegung."

Söder: Regeln durchsetzen

"Plan A" muss Söder zufolge nun zunächst sein, dass die Hygienemaßnahmen in allen Stadien eingehalten werden. "Da müssen auch wir noch mal schauen", räumte er ein. "Es ist nicht so einfach es allen mit der Maske zu erklären, da werben wir noch sehr dafür."

Bei den bisherigen EM-Spielen der deutschen Nationalmannschaft in der Münchner Arena hatten zahlreiche Besucher die FFP2-Maskenpflicht am Platz ignoriert. Söder zufolge wurden die Regeln beim zweiten Spiel gegen Portugal zwar bereits etwas besser befolgt, "ganz rund" sei es aber noch nicht gelaufen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein entschiedeneres Vorgehen bei der Durchsetzung der Maskenpflicht. "Wir müssen auch das Spiel gegen die Pandemie gewinnen und konsequent alle Maßnahmen ergreifen, die dazu notwendig sind", sagte er dem BR. Am Mittwoch spielt das deutsche Team in München gegen Ungarn.

Ausnahme für die Fußball-EM

Zu den Begegnungen in München dürfen rund 14.000 Zuschauer kommen, das entspricht 20 Prozent der Stadionkapazität. Damit macht die bayerische Staatsregierung für die Fußball-EM eine Ausnahme. Zu sonstigen Sportveranstaltungen sowie Kulturevents unter freiem Himmel dürfen in Bayern maximal 500 Zuschauer kommen.

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Ministerpräsident Markus Söder würde "es sehr unterstützen", wenn die Münchner Arena beim Spiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben erstrahlt. Die Landeshauptstadt wäre auch "bereit" für ein mögliches Finale.

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