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Keine Fanmeilen, keine großen Partys - die Fußball-Europameisterschaft wird dieses Jahr coronabedingt anders. Doch Public Viewing ist in ausgewählten Biergärten Bayerns möglich, unter einer Voraussetzung. Alle Infos hier.

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Fußball-EM in München: Die Regeln für das Public Viewing

Keine Fanmeilen, keine großen Partys – die Fußball-Europameisterschaft wird dieses Jahr coronabedingt anders. Doch Public Viewing ist in ausgewählten Biergärten Bayerns möglich, unter einer Voraussetzung. Alle Infos im BR24Live.

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Von
  • Leonie Thim
  • BR24 Redaktion

Freitagabend war es so weit: Anpfiff für die Fußball-Europameisterschaft mit dem ersten Länderspiel zwischen der Türkei und Italien. Am Dienstag startet dann auch die deutsche Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich in die EM.

Vor dem Spiel in der Münchner Arena fand ein Stadionrundgang mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) statt. Dabei ging es auch um das Thema Sicherheit. 14.500 Fans pro Spiel dürfen in die Arena.

Nicht nur die Stadien werden vergleichsweise leer bleiben. Auch die großen Fanfeste können in diesem Jahr nicht stattfinden.

  • Public Viewing, Autokorso, Party auf der Straße - was ist erlaubt und was nicht? Vor welchen Herausforderungen steht die Polizei und was ist in der Gastronomie während der EM geboten? Alle Infos hier im BR24Live.

Münchens Oberbürgermeister Reiter mahnt Fans zur Vorsicht

Reiter hatte die Fußball-Fans vor dem ersten EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie zur Vorsicht ermahnt. "Man muss sich nicht unbedingt in den Armen liegen, sondern kann auch allein die Arme hochreißen und jubeln", sagte der SPD-Politiker in einem Interview der Süddeutschen Zeitung.

Sorgen vor einem neuen Corona-Ausbruch während der Partie an diesem Dienstag hat Reiter aber nicht, weil in der und rund um die Münchner Arena ein strenges Hygienekonzept greife. "Aber bei den Feiern danach können wir nicht für Abstände sorgen, das können wir auch nicht zeitlich entzerren", warnte der 63-Jährige.

Fußball-EM in Biergärten, Kino und Sportstadion

Einige Biergärten in Bayern haben sich darauf vorbereitet, Fußball-Fans mit Fernsehern und Leinwänden ein Public-Viewing-Erlebnis zu bieten. Allerdings darf der Fußball nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums nur im Hintergrund laufen. Essen und Trinken stehen im Vordergrund.

Auch Kinos und Sportstadien dürfen Spiele übertragen, wenn sie die jeweils geltenden Regelungen befolgen, darauf verweisen Bayerns Wirtschafts- und Umweltministerium in einer gemeinsamen Pressemitteilung hin. Verboten bleiben nach Angaben der Ministerien eigene Public-Viewing-Veranstaltungen ohne Bezug zu bestehenden Gastronomietätigkeiten.

Public Viewing: Testpflicht in München bei mehr als 1.000 Plätzen

Halten Münchner Wirte eine Gastplatzkapazität von mehr als 1.000 Personen vor (wobei Plätze für geimpfte und genesene Personen mitzuzählen sind), gilt die Auflage, dass die Gäste einen negativen PCR- oder Schnelltest vorlegen müssen. Die negativen Tests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein.

Von der Testpflicht ausgenommen sind Geimpfte und Genesene mit entsprechenden Nachweisen. Die Test- und Nachweispflicht für den Einlass beginnt jeweils zwei Stunden vor dem Übertragungsbeginn.

Überall in Bayern gibt's Public Viewing

Sicher ist, das Public Viewing wird heuer anders, ohne Fußball-Hits zum Aufheizen und Torjubel. Trotzdem bietet zum Beispiel der Löwenbräukeller in München "einen Biergartenbesuch mit der Möglichkeit, das Spiel zu sehen". Im Kino am Olympiasee können bis zu 500 Personen die Spiele auf Leinwand verfolgen.

Auch in anderen Städten gibt es Angebote. In Freising stellt beispielsweise der Hofbrauhauskeller bei gutem Wetter einen Fernseher in den Biergarten. Die Gasthausbrauerei im Mailkeller in Rosenheim wird innen einen Fernseher anbringen. In Würzburg gibt es Public Viewing im Alten Kranen, in Regensburg ist es zum Beispiel im Spitalkeller möglich. In Augsburg bietet der Luginsland Biergarten gemeinsame Fußballerlebnisse unter Corona-Auflagen, in Nürnberg sind es die Landbierparadies-Wirtshäuser.

Polizei kontrolliert Feiern auf den Straßen

Siegesfeiern und Autokorsos nach den EM-Spielen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, erklärt ein Polizeisprecher. Auch hierfür gelten die gängigen Corona-Regeln, wie Mundschutz, Abstand und die in der jeweiligen Region geltenden Kontaktbeschränkungen.

Die Beamten wollen nach eigenen Angaben bekannte Feier-Orte im Blick behalten, wie den Domplatz in Regensburg oder die Leopoldstraße in München. An Spieltagen sind dort Glasflaschen und Pyrotechnik verboten.

Tipps von der Polizei für Fußball-Fans

In den vergangenen Wochen haben in manchen bayerischen Städten Feiernde randaliert und sind mit der Polizei aneinandergeraten. Dass sich das Problem mit der Fußball-EM verstärkt, glaubt ein Münchner Polizeisprecher nicht. Damit die Europameisterschaft auf jeden Fall friedlich verläuft und allen Freude macht, hat die Polizei Tipps für Fans ins Internet gestellt – ernst gemeinte, aber auch augenzwinkernd.

"Nehmen Sie anderen Fans keine Fanartikel weg", heißt es darin zum Beispiel und vor allem: "Seid's freindlich".

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Die Stimmung in Deutschland hält sich auch so kurz vor dem Start in Grenzen. Es ist immer noch unklar, wie viel Public Viewing überhaupt möglich ist. Was dürfen Fans, was nicht?

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Keine Fanmeilen, keine großen Partys - die Fußball-Europameisterschaft wird dieses Jahr coronabedingt anders. Doch Public Viewing ist in ausgewählten Biergärten Bayerns möglich, unter einer Voraussetzung.