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"Funkenmord": Kommissar Kluftinger ermittelt in einem alten Fall | BR24

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"Funkenmord" ist der elfte Teil der Krimi-Reihe Kluftinger

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"Funkenmord": Kommissar Kluftinger ermittelt in einem alten Fall

Die Geschichten von Kommissar Kluftinger gehören zu den erfolgreichsten deutschen Kriminalromanen der letzten Jahre. In "Funkenmord" rollt der Ermittler aus Kempten einen alten Fall wieder auf – und steht gleichzeitig privat vor Herausforderungen.

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"Funkenmord" ist der elfte Roman aus der Krimi-Reihe von Volker Klüpfel und Michael Kobr. Kommissar Kluftinger erwarten dieses Mal viele Veränderungen. Im vorangegangenen Teil der Reihe war ein Kollege ums Leben gekommen und die Stelle wird nun nachbesetzt. Kluftinger selbst könnte unerwartet und plötzlich Karriere machen. Gleichzeitig wird seine Frau, die sich bisher um den Großteil des Haushalts gekümmert hat, krank. Und so kommen viele Aufgaben auf den Kommissar zu, der selbst noch nicht einmal eine Waschmaschine bedienen kann.

Vor über 30 Jahren bei Funkenfeuer verbrannt

Der Funkenmord, der dem Roman seinen Titel gibt, ist ein dunkler Fleck in der Geschichte von Kluftingers Heimatort. 1985 war eine Frau ermordet worden. Während die Menschen mit den beliebten Funkenfeuern das nahende Ende des Winters feierten, starb eine junge Lehrerin, die ihr Mörder an ein Holzkreuz gefesselt hatte, bevor er das Gerüst in Brand setzte.

"Cold Case" aus Kluftingers eigener Polizei-Karriere

Der Fall schien damals schnell gelöst, denn jemand hatte die Tat gestanden. Aber dieses Geständnis war vermutlich falsch. Der Beamte, der einem Verdächtigen das Geständnis abgerungen hatte, war kein anderer gewesen als der junge Kluftinger selbst. Der Fall hatte den Grundstein für seine Polizeikarriere gelegt, aber mittlerweile ist der Ermittler aus dem Allgäu überzeugt, dass ihm ein grober Fehler mit schlimmen Folgen unterlaufen war. Für diesen "Funkenmord" mussten die Autoren sich ganz neu in ihre Arbeit hineindenken, sagen Volker Klüpfel und Michael Kobr in einem Interview mit dem BR. Unter anderem haben sie sich Anregungen aus einem dicken amerikanischen Standardwerk zum Thema "Cold Case" geholt.

Zum Lachen, aber nicht lächerlich – Klüpfels und Kobrs Bild vom Allgäu

Wichtig ist Klüpfel und Kobr in ihrem neuesten Regionalkrimi aus dem Allgäu, nicht zu sehr auf Klischees zu setzen. Man dürfe übers Allgäu lachen – aber die Region werde nicht der Lächerlichkeit preisgegeben, sagen sie im Interview. "Ich glaube, die Mischung also einerseits ernst nehmen, aber mit durchaus humorvollem Blick – die macht's möglich, dass alle das irgendwie lesen können", meint Volker Klüpfel.

Kluftinger-Lesereise durch Deutschland steht wegen Corona auf der Kippe

Fürs nächste Jahr hatten die Autoren eine Lesereise durch ganz Deutschland geplant. Corona droht dieses Vorhaben durcheinanderzubringen. "Als wir das eingetütet haben, dachten wir, im Januar da sind wir safe, was Corona betrifft. Jetzt denkt man das nicht mehr", erklärt Klüpfel. Erst einmal gibt es nun am Mittwochabend (30.09.2020), einen Tag nach dem Erscheinen des Buchs, eine Online-Lesung. Volker Klüpfel und Michael Kobr sind gespannt auf die ersten Leserkommentare und hoffen, dass sie die Kluftinger-Krimis mit einem Erfolg fortsetzen können.

Mit Material von DPA.

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Die Kluftinger-Krimis von Volker Klüpfel und Michael Kobr haben Kultstatus. Das Warten der Fans auf einen neuen Fall hat eine Ende: Ab sofort können sie sich mit "Funkenmord" zum Schmökern zurückziehen.