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Nach dem Aufstieg der SpVgg Greuther Fürth feierten die Fans. Die Angst dadurch könnte die Inzidenz in Fürth steigen, erwies sich nicht.

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    Fürths OB regt Studie an: Sinkende Inzidenz trotz Aufstiegsfeier

    Mehr als 1.000 Fans haben in Fürth den Aufstieg der Spielvereinigung gefeiert. Die Angst, dass danach der Inzidenzwert in der Stadt steigt, bewahrheitete sich nicht. Deshalb regt OB Thomas Jung an, solche Ereignisse in einer Studie zu untersuchen.

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    Von
    • Oliver Tubenauer

    Die Befürchtungen aufgebrachter Bürger und der Stadtverwaltung von Fürth, dass die Aufstiegsfeiern die Infektionszahlen in der Kleeblattstadt wieder in die Höhe schnellen lassen könnten, hätten sich offenbar nicht bewahrheitet, urteilt Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) und regt nun genauere wissenschaftliche Untersuchungen an.

    Nach dem Aufstieg der Spielvereinigung Greuther Fürth am Pfingstsonntag in die erste Bundesliga war die Freude zunächst groß – die Besorgnis allerdings auch. Denn im Umfeld des Stadions und in der Gustavstraße hatten anschließend mehr als 1.000 Fans den Erfolg gefeiert und dabei zum Teil die Maskenpflicht und das Abstandsgebot ignoriert.

    Jung schlägt bundesweite Erhebung vor

    Tatsächlich lag der Inzidenzwert in Fürth am 23. Mai bei 82,5 und liegt mittlerweile seit Tagen stabil unter 35. Jung atmet auf und fordert in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Chef Lothar Wieler, die Vorkommnisse in Fürth, aber auch in anderen Aufstiegsstädten, wie Bochum Dresden und Rostock genauer auszuwerten. Möglicherweise könne eine bundesweite Erhebung die Basis dafür schaffen, mit Veranstaltungen im Freien in Zukunft anders umzugehen.

    Ziel: Kultur-und Sportveranstaltungen unter freiem Himmel

    Man dürfe ein derartiges Ereignis mit Auswirkungen, die den bisherigen Erwartungen widersprochen hätten, nicht einfach ignorieren, erklärt Jung. Dabei gehe es ihm vor allem um die Ermöglichung von Kultur- oder Sportveranstaltung unter freiem Himmel, erklärt der Fürther Oberbürgermeister.

    Jung betont: Vorschlag keine Kritik an bisherigen Maßnahmen

    In dem Schreiben an Spahn und Wieler betont Jung ausdrücklich, dass er seine Überlegungen nur als Anregung für zukünftige Regeln verstanden wissen will und nicht als Kritik an den bisher getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung.

    Die Frage, die sich bei diesem Vorschlag allerdings stellt: Woher kommen die Fans zum Feiern? Im Fall der Spielvereinigung ist ungewiss, ob sie tatsächlich vor allem aus Fürth oder auch aus Nürnberg und dem Umland in die Kleeblattstadt gekommen sind, um den Aufstieg der Spielvereinigung zu bejubeln.

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