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Trotz der Corona-Pandemie blickt der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung zuversichtlich ins neue Jahr. "2021 wird das Jahr der Überwindung", sagte der SPD-Politiker bei seiner Neujahrs-Pressekonferenz im Fürther Rathaus.

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Fürths OB Jung ist trotz Corona optimistisch für das neue Jahr

Trotz der Corona-Pandemie blickt der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung zuversichtlich ins neue Jahr. "2021 wird das Jahr der Überwindung", sagte der SPD-Politiker bei seiner Neujahrs-Pressekonferenz im Fürther Rathaus.

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Von
  • Oliver Tubenauer

Thomas Jung glaubt fest daran, dass die Corona-Krise bald Geschichte sein wird. Er gehe davon aus, dass man im Lauf des Jahres allen Impfwilligen ein entsprechendes Angebot machen könne. Auch wenn es Schwierigkeiten gegeben habe, bezeichnete Jung das zurückliegende Jahr als ein gutes für seine Stadt. Fürth habe 2020 wirtschaftlich "ganz gut" überstanden. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit von fünf auf sechs Prozent sei zwar für jeden einzelnen Betroffenen bitter – während der Finanzkrise habe die Stadt aber auch schon mit einer Arbeitslosenquote von zwölf Prozent zu kämpfen gehabt, erklärte Jung.

Große Investitionen im neuen Jahr

Der Haushalt für das Jahr 2021 sei "grundsolide" und sehe Rekordinvestitionen von rund 62 Millionen Euro vor. Fast jeder zweite Euro fließe dabei in die Bildung und die Kinderbetreuung. So würden in diesem Jahr 500 neue KiTa-Plätze in der Stadt entstehen – so viele wie nie zuvor. Die Stadt müsse trotz der sinkenden Steuereinnahmen auf kein einziges Großprojekt verzichten. Entgegen dem bundesweiten Trend könne sie sogar noch weitere fünf Millionen Euro an Schulden abbauen, erklärte Jung.

Neues Einkaufszentrum für die Fürther City

So seien für 2021 einige Höhepunkte zu erwarten. Jung nannte zum Beispiel den 16. September: An diesem Tag soll das neue Innenstadt-Einkaufszentrum "Flair Fürth" eröffnet werden. Der Oberbürgermeister verfolgt bereits seit seiner ersten Wahl im Jahr 2002 das Ziel, den Handel in der Fürther Innenstadt zu beleben. Zudem werde 2021 die neue Feuerwache in Betrieb genommen und die Sanierung des Bahnhofsgebäudes abgeschlossen sein. Auch die Grundsteinlegung für die Erweiterung des Klinikums werde in diesem Jahr erfolgen und somit die Bettenkapazität des Krankenhauses von 800 auf 1.000 erhöht.

Corona-Krise bereitet noch Schwierigkeiten

Trotz seiner optimistischen Sicht der Zukunft will Jung nicht verhehlen, dass es aktuell Probleme gibt. Die Corona-Krise halte auch die lokale Wirtschaft in Atem – besonders im Einzelhandel und in der Gastronomie. Kunst, Kultur und Sport seien ebenfalls betroffen. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 224,1 ist die Stadt derzeit ein Corona-Hotspot. Grund seien Ausbrüche in sechs Seniorenheimen. Mittlerweile habe man über 1.000 Menschen in den Heimen geimpft – Jung rechnet damit, dass die Impfungen in den Fürther Pflegeeinrichtungen bis Ende Januar abgeschlossen sind.

Jung zweifelt am Sinn der 15-Kilometer-Regel

Vor diesem Hintergrund sieht der Fürther OB die 15-Kilometer-Regel, die Menschen aus Corona-Hotspots weitere Ausflüge verbietet, kritisch: "Die hohe Fallzahl in Fürth ist den Seniorenheimen geschuldet – das hat jetzt mit einem Ausflug nach Schnaittach zum Rodeln ganz wenig zu tun. Keiner wird im Seniorenheim gesund, weil die jungen Familien nicht nach Schnaittach zum Rodeln dürfen. Die Sinnhaftigkeit der 15-Kilometer-Regelung darf zumindest hinterfragt werden", sagte Jung dem BR.

Ausblick auf die Bundestagswahlen

Angesprochen auf die Bundestagswahlen im kommenden Herbst sagte der SPD-Politiker: "Ein radikaler Kanzlerkandidat der Union könnte das Ergebnis der SPD verbessern." Auf die Frage, ob ein Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz der SPD helfen könnte, sagte Jung: "Dem will ich nicht widersprechen."

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